Leseprogramm abarbeiten

Sehr schön beschrieben, wie das Lesen schöner Texte zur lästigen Pflicht werden kann, hat es Stefan Niggemeier (gefunden über imgriff.com).

Es ist eher ein Wegarbeiten als ein Genießen und an die Stelle des guten Gefühls, einen schönen, klugen Text gelesen zu haben, tritt das gute Gefühl, bestimmte Papiermengen von Tisch ins Altpapier verschoben zu haben.

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  1. Ja, wirklich ein ein Problem, dass sich zu messihaften Ausmaßen entwickeln kann: Die weite Bandbreite von Selbstregulationsschwächen, Chaotik und Unordentlichkeit mit irrationaler Sammelneigung am einen Ende des Spektrums bis hin zu schweren Formen eines Vermüllungssyndroms am anderen Ende. Oder einfach einem so schlechten Gewissen wie es die katholische Kirche nicht hervorrufen konnte. Die aufgeladene Schuld gemessen in unbeachteten Zeitungsstapeln. Die ganzen Les-ich-wenn-mal-wirklich-Zeit-ist-Selbstversprechen und das ständige Versagen beim begleichen der Leseschuld. Von Büchern ganz zu schweigen…

  2. Bevor ich wichtigen Besuch bekomme, nehme ich die ganzen ungelesenen Bücher und sortiere sie in mein Regal ein. Alphabetisch, versteht sich. Dann sieht es schön ordentlich aus. Nur dass dann mit Ausnahme der gerade verstauten Bücher alle eine dicke Staubschicht tragen. Wenn ich nun selbst in anderen Wohnungen wichtiger Besuch bin, stelle ich mich zuerst vors Bücherregel und schaue, wieviele Bücher am Tag zuvor noch draußen rumgelegen haben.

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