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Die neue FAZ: Der Blick auf die Werbung

So schön die neue FAZ im Internet auch geworden ist (und unpraktisch auf der Startseite), mit viel Weiß wie die gedruckte FAZ, so fällt erst nach einigen Tagen auf, was Online- und Printausgabe unterscheiden: die Werbung. Diese entstammt in ihrer Aufmachung nach wie vor der Onlinewelt, entsprechend hoch ist der Kontrast, entsprechend hoch ist die Aufmerksamkeit für die Werbung.

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Das Beispiel oben ist nur halb so gut wie eine Seite, die ich am Wochenende gesehen habe (leider war das Plugin für den Screenshot nicht aktiviert). Man stelle sich den Skyscraper rechts ebenfalls in einer kräftigen Farbe vor, den Banner ganz oben eine Nummer größer und die oberste rechteckige Werbung in der Sidebar ebenfalls in einer kräftigen Farbe und dreifach so hoch.

Gegen diese Dominanz der Werbung geht sogar das Bild zum Text unter, erst recht die Überschrift oder gar der Text selbst.

Es gibt aber auch das Gegenbeispiel. Eine farbige Werbung, die sich wie ein Wallpaper hinter die Webseite legt, kann diese heraustreten lassen.

Was ich mich in diesem Zusammenhang frage, ein solcher Relaunch ist selten bloß die Einführung eines neues Designs, sondern auch Veränderung an der Technik oder sogar am Geschäftsmodell. Kommt jetzt bald die Bezahlschranke, von der schon mal die Rede war?

Seit einiger Zeit tauchen immer mal wieder zwei Monate alte Artikel in den RSS-Feeds auf, die kostenpflichtig sind. Vielleicht ist das neue Design ein Vorbote für das Ende des unbeschränkten Gratiszugangs. Das Wall Street Journal und die New York Times scheinen damit ja erfolgreich zu sein. Wer zahlt, sieht dann auch die Werbung nicht mehr. Vielleicht.

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Eine Antwort auf „Die neue FAZ: Der Blick auf die Werbung“

Das kann ich nicht bestätigen. Online-Werbung hat bei mir keine Chance: Ich klicke sie weg, ohne sie anzuschauen, was in der Printausgabe nicht möglich ist. Und wer über Werbung bescheid weiß, der weiß auch, dass man potentielle Kunden nicht verärgern sollte, was man aber mit jeder Werbung tut, die man beseitigen muss, um zum Inhalt, den man eigentlich sucht, zu gelangen. Dasselbe gilt für meinen letzten Satz, der, schriebe man ihn wie folgt, viel weniger ärgerlich wäre: … die man beseitigen muss, um zum Inhalt zu gelangen, den man eigentlich sucht. Aber die Werber von heute ignorieren so etwas natürlich, weil sie nur noch Stoff pauken, dafür aber nichts mehr lernen. So denke ich manchmal, dass wir, umso mehr Fortschritt wir erleiden, immer blöder werden. Die Universitäten helfen uns allerdings stark dabei!

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