Die Tücken, Twitter zu bestücken

Vorgestern habe ich beschrieben, wie ich meinen neuen Twitter-Account automatisch mit Tweets fülle (btw, @pgiesecke). Ich nutze IFTTT, um nach Neuigkeiten hier auf Netzausfall und bei Delicious zu schauen und diese dann mit entsprechenden Hashtags zu twittern. Das kann nur mit einer zeitlichen Verzögerung geschehen, mit einer Viertelstunde wäre ich auch schon zufrieden, doch mittlerweile dauert es auch länger.

IFTTT recipes

Die gleiche Frage habe ich mir gestellt, als ich vor Jahren den richtigen RSS-Reader gesucht habe. Auf dem Rechner holt eine Software die Feeds in dem Moment ab, in dem ich das Knöpfchen drücke (es braucht allerdings länger für den Abruf, wenn ich viele Feeds abonniert habe). Ein Onlinedienst dagegen macht dies in Intervallen. Der Google Reader zog damals populäre Feeds häufiger als weniger populäre wie zum Beispiel den Kommentarfeed meines Blogs. Irgendwann konnte man die Verzögerung nicht mehr wahrnehmen, irgendwann hat es mich auch nicht mehr gekümmert.

So müsste es aussehen

IFTTT wird es wohl genauso handhaben. Wenn eine populäre Quelle auf Facebook oder Twitter der Auslöser ist, wird der Trigger sehr schnell gefunden; in meinem Setup sind es aber meine persönlichen Konten. Wer also mehr im Stillen produziert als massenhaft konsumiert, dem wird es ähnlich gehen. Es ist ärgerlich, wenn es so lange dauert, bis sich eine neue Veröffentlichung über alle Kanäle verbreitet hat. Selbstverständlich muss das auch bei mir nicht in Sekunden gehen, so wichtig bin ich nicht. Aber es zeigt wieder einmal die Schwäche der Onlinedienste, die versprechen, dir alles abzunehmen – aber hinterher ist es nicht die Arbeit, sondern sind es die Daten.

Was würde mir denn helfen? In einer Maske gibt man oben den Text ein und wählt dann aus, welchen Dienst man damit bestücken möchte. Für jeden Dienst öffnet sich dauraufhin ein Feld mit dem zuerst eingegebenen Text, man kann diesen jedoch für jeden Dienst editieren und schickt dann alle gemeinsam ab. Auf diese Weise kann ich die Eigenheiten jedes Dienstes berücksichtigen. Warum sollte ich Twitter-Hashtags auf Facebook mitposten? Warum soll ich mich auf Facebook auf 140 Zeichen beschränken? Und neben dem Textfeld gibt es noch ein Eingabefeld für einen Link und die Möglichkeit, ein Bild hochzuladen. Das könnte ein Onlinedienst leisten, aber auch eine Software lokal auf Rechner oder Smartphone. Hat jemand Lust, das zu bauen?

Worüber ich mir auch noch den Kopf zerbreche: Wie setze ich am besten Hashtags ein, um Linktipps und Blogeinträge zu separieren? Markierung als Hashtag oder reiner Text? Vorne oder hinten? Wann retweete ich? Wann speicher ich den Link über Delicious?

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2 Kommentare

  1. Ja, Buffer. Ich lese das Blog des Gründers und bin begeistert. Ich habe mir auch schon mehrmals überlegt, mich bei Buffer anzumelden und es auszutesten. So auch heute. Aber ich habe mich immer dagegen entschieden. Buffer würde nur einen Teil meiner Probleme lösen, und immer mehr Dienste als Teillösung kann nicht die Lösung sein. Einfach und stabil soll sie sein. Buffer hat gerade erst seinen Dienst erweitert, ich warte noch ab, in welche Richtung dies geht.

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