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Telepolis vs. Google. Oder: Die wahren Hüter der Wahrheit

Auf, auf, zum fröhlichen Google-Bashing. Der Suchmaschinenbetreiber kann tun, was er will, heftige Kritik folgt postwendend. Für die Verdammung eines neuen Google-Patents liefert Telepolis nun auch den theoretischen Unterbau. Die eigentliche Frage aber, wie der Trend zum Mainstream-Journalismus gestoppt werden kann, wird dabei gar nicht behandelt, sondern dogmatisch gelöst: Google ist schuld.

Die Google-Denker mögen ihre Prüfkriterien noch weiter verfeinern, deren Zahl um ein Vielfaches erhöhen und ihre Gewichtung so differenziert staffeln, dass Qualitätsunterschiede zumindest ansatzweise messbar werden. Ob sie dadurch tatsächlich das in der Patentschrift formulierte Ziel erreichen, Nachrichten nach ihrer Qualität, d. h. letztlich nach ihrem Wahrheitsgehalt zu präsentieren, bleibt zu bezweifeln.

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Schotten auf: El País lässt wieder Leser rein

Wie Wortfeld berichtet, ist ein weiterer Versuch gescheitert, Paid Content zu etablieren. Die spanische Tageszeitung El País hat nach zweieinhalb Jahren wieder eine Tür zum eigenen Onlineangebot geöffnet, nachdem zuvor nur zahlende Leser durch diese kamen. Um aber auch online an die Artikel zu gelangen, die auch in der gedruckten Version stehen, ist nach wie vor ein kostenpflichtiger Account notwendig.

El País
Quelle: El País

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Frank Patalong, die Queen und ihr iPod

Queen Elisabeth II. sitzt in der ersten Reihe und nickt ein. Offensichtlich ein langweiliger Vortrag. Aber nicht Frank Patalong hält ihn, er macht sich nur seine Gedanken darüber, dass demnächst andere Bilder um die Welten gehen könnten: Statt einzuschlafen, fällt der Königin ein Ohrhöhrer auf den Schoß. Mit einem schnellen Griff ist dieser dann wieder eingesetzt. Moment mal, denkt sich der gebildete Zuschauer, das war doch keine Übersetzungshilfe, sondern ein iPod!

Die Queen braucht derlei nicht, sie spricht viele Sprachen. Eine ganze eigene Sprache spricht die britische „Sun“. Sie berichtet, dass die Queen sich für 255 Euro einen silberfarbenen iPod mini zugelegt habt. Berichtet Frank Patalong. Hmm. Als gewiefter Spiegel-Online-Leser habe ich natürlich auch die Quelle selbst gesucht, aber auf Spiegel Online nicht gefunden. Dort gibt es wie üblich nur einen Screenshot, aber keinen Link.

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Lesetipp: „Der Zwiebelfisch“

Ich mecker ja nicht nur, sondern lese Spiegel Online auch gerne. Ein Grund: Der Zwiebelfisch und seine Sprachpflege-Kolumne. Im aktuellen Artikel zieht er über den unnötigen Einsatz der Gänsefüßchen her. „Köstlich“ sagt jetzt … wer auch immer, irgendjemand jedenfalls, denn zum Anführungszeichen gehört auch jemand, der zitiert wird. Na gut, dann sage ich es halt.

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Noch ne Statistik

Bei Spiegel Online sitzen gewitzte Leute. Der neue Trend: Mathematiker berechnen etwas, das sich nicht wirklich berechnen lässt. Die Spiegel-Leute haben es erkannt. Hut ab.

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Politik-Big-Brother im Sommerloch

Die Quoten gehen in den Keller. Nicht nur für die Bundesregierung, sondern auch für Big Brother. Aber der Kanzler hat ja Wahlen angekündigt. Jetzt steigen die Quoten wieder. Zwar nicht für ihn, sondern für Angie. Auch nicht für Big Brother, aber televisonär wird schon fieberhaft am Big-Brother-Nachfolgeformat gearbeitet: In diesem Sommer wird nicht der krawattenlose Guide Westerwelle in seiner Sommerresidenz interviewt, die Politiker ziehen gemeinsam und korrekt gekleidet ins Talkshow-Big-Brother ein.

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Stumpf wie Schmidts Katze

An Harald Schmidt scheiden sich die Geister. Das ist wie eh und je. Allerdings wird nicht mehr seziert, was der Großmeister des Verisses am Abend zuvor von sich gegeben hat; Harald Schmidt selbst ist in die Kritik geraten. So, wie er auch selbst seine Gäste immer in die Scheiße geritten in notpeinliche Situationen gebracht hat. Einen solchen Seitenhieb hat nun auch Rudi Carrell ausgeteilt: Er prophezeit laut Spiegel Online das baldige Ende von Schmidts Show.

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Blowjob vom Pornostar zu gewinnen

Bei so einer Schlagzeile musste ich erst einmal schlucken: „Unglaublich, was Radiosender verlosen. Er gewinnt Oralsex mit ihr“. Jetzt scheinen auch die letzten Grenzen zu fallen. Früher konnte man bei Gewinnspielen ein Abendessen mit einem Prominenten gewinnen, jetzt gibt es einen Blowjob vom Pornostar.

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Abstauber Spiegel Online

Im Strafraum warten, bis der Ball vor die Füße fällt. Dann reinmachen. So hat dickes Müller seinerzeit Tore geschossen. Manch eine Zeitung gelangt auf diese Weise auch an ihre Überschriften. „Schweini gehabt“ titelt … nein, nicht die BILD, sondern Spiegel Online.

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Spiegel Online zum Online Grimme Award nachnominiert

Das hochbetagte Internet hat mit ersten Demenzerscheinungen zu kämpfen. Wen wundert’s? Da kann es auch mal vorkommen, dass man etwas vergisst. Zum Beispiel Spiegel Online für den Grimme Online Award zu nominieren. Dies ist jetzt flinks nachgeholt worden.