Stumpf wie Schmidts Katze

An Harald Schmidt scheiden sich die Geister. Das ist wie eh und je. Allerdings wird nicht mehr seziert, was der Großmeister des Verisses am Abend zuvor von sich gegeben hat; Harald Schmidt selbst ist in die Kritik geraten. So, wie er auch selbst seine Gäste immer in die Scheiße geritten in notpeinliche Situationen gebracht hat. Einen solchen Seitenhieb hat nun auch Rudi Carrell ausgeteilt: Er prophezeit laut Spiegel Online das baldige Ende von Schmidts Show.

Dass überfällige Abgänge sich lange ziehen, kann man allerdings schon am Phänomen Carrell sehen. Eine schöne Kindheitserinnerung – samstagabends, nach Baden, Fußnägelschneiden, Sportschau und Abendessen mit Gehacktesbrötchen und Malzbier. Aber was macht dieser Untote eigentlich heute noch im Programm? Damit das mal klar gestellt ist.

Recht hat er dennoch: Schmidt hat sich irgenwie überlebt. Wann habe ich denn schon das letzte Mal Schmidt gesehen? Wann lief er denn überhaupt? An so einfache Regeln wie Dienstag bis Freitag, 23 Uhr in SAT1 im Ersten kann man sich ja nicht mehr halten. Die Frage lautet vielmehr: Fällt er diese Woche schon wieder aus? Schmidts Problem ist, dass man nicht mehr seinen Tag nach ihm ausrichten kann.

Was uns deutschen Fernsehzuschauern fehlt ist ein System wie TiVo. Wir programmieren die Box so, dass sie jeden Harald Schmidt aufnimmt. Und in einem langweiligen Moment wird sich seine Show dann reingezogen. Am Freitagabend zum Beispiel, bevor es auf Piste geht. Der Tageswitz ist dann zwar weg, aber immerhin. Wer braucht schon Schmidt oder die Tagesschau, um die Welt erklärt zu bekommen. Es gibt doch das Internet.

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