Frank Patalong, die Queen und ihr iPod

Queen Elisabeth II. sitzt in der ersten Reihe und nickt ein. Offensichtlich ein langweiliger Vortrag. Aber nicht Frank Patalong hält ihn, er macht sich nur seine Gedanken darüber, dass demnächst andere Bilder um die Welten gehen könnten: Statt einzuschlafen, fällt der Königin ein Ohrhöhrer auf den Schoß. Mit einem schnellen Griff ist dieser dann wieder eingesetzt. Moment mal, denkt sich der gebildete Zuschauer, das war doch keine Übersetzungshilfe, sondern ein iPod!

Die Queen braucht derlei nicht, sie spricht viele Sprachen. Eine ganze eigene Sprache spricht die britische „Sun“. Sie berichtet, dass die Queen sich für 255 Euro einen silberfarbenen iPod mini zugelegt habt. Berichtet Frank Patalong. Hmm. Als gewiefter Spiegel-Online-Leser habe ich natürlich auch die Quelle selbst gesucht, aber auf Spiegel Online nicht gefunden. Dort gibt es wie üblich nur einen Screenshot, aber keinen Link.

Auf den Seiten der Sun ist der Aufmacher von gestern auch schon in den geschützten Bereich gewandert. Die Macworld UK weiß dann aber doch den eigentlichen Grund für den Kauf: Die Queen will auf ihren Reisen Musik hören. Nicht etwa bei einer Köhler-Rede.

Okay, ich habe schon verraten, wer der Übeltäter von Spiegel Online war, beim Lesen war mir dies aber nicht klar. Zwei Möglichkeiten zog ich in Betracht: ein freier Mitarbeiter mit mir unbekanntem Namen oder eine Nachrichtenagentur. Und dann standen da doch die Insignien des Herrn über die Netzwelt: Frank Patalong. Über so etwas schreibt der? Ja, ist denn schon wieder Wochenende?

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Keine Kommentare

  1. Giesecke, viel spannender ist doch bei der ganzen Geschichte, warum nun plötzlich jeder inklusive den Staatsoberhäuptern einen iPod haben muss. Ja, er sieht gut aus, ja, er ist inzwischen zum kleinen Kult avanchiert. Aber wäre die Geschichte denn genauso gut angekommen, wenn sich die Queen einen kleinen billigen Medion-Player gekauft hätte? Für Apple auf jeden Fall wieder gute Publicity. Besser kann man sichs eigentlich nicht wünschen.

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