Schröder gewinnt das zweite Fernsehduell

Na super. Der Kanzler ist eingeknickt. Angela Merkel hat sich durchgesetzt. Es wird nur ein Fernsehduell zwischen ihr und dem zukünftigen Ex-Kanzler geben. Ist das etwa schon ein Vorgeschmack auf das Ergebnis der Bundestagswahl? Auf den ersten Blick könnte man das meinen.

Gerhard Schröder
Quelle: SPD

Angela Merkel meidet das Fernsehduell, weil sie sich außerhalb der Studios bessere Chancen ausrechnet. Aber genau dort hat der Kanzler nun gepunktet. Die Kandidatin wirkt ängstlich, die Partei wenig koordiniert. Dieses Bild bleibt haften. Offizielle Begründung für die Absage des zweiten Fernsehduells war übrigens die Zeit, die man sich für andere Wahlkampfaufgaben sparen wollte. Hätte man die doch jetzt schon investiert, um eine bessere Ausrede zu finden. Nun steht es 1:0 für Schröder.

Dabei wird es aber nicht bleiben. Das Handelsblatt-Weblog ad hoc meint: „Die Union gewinnt die Wahl, auch wenn Frau Merkel im Duell gar nichts sagen würde – oder?“ Zumindest kann sie sich noch einige Fehler leisten. Und auch wenn es für eine CDU/CSU-FDP-Mehrheit nicht ganz reichen sollte, wird Frau Merkel aller Voraussicht nach dennoch Kanzlerin. Mit einer (nicht ganz so) großen Koalition aus CDU/CSU und SPD.

Merkel kann deshalb einiges verlieren, gewinnen wird Schröder aber auf keinen Fall. Von ein paar Gnadenpunkten im Kampf um das Fernsehduell einmal abgesehen.

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9 Kommentare

  1. Merkel hat sehr wohl was zu verlieren. Wenn die Pfarrerstochter den Vorsprung der Christdemokraten noch verspielt (das Talent dazu hat sie) und sie nur Kanzlerin in einer großen Koalition ist, werden Koch und Konsorten die Messer wieder wetzen.

  2. „sehr wohl“ = „noch was“

    Kann man glauben, das Anschie mal Pressesprecherin war?

  3. Victor, ich denke das kann man durchaus. Pressesprecher sitzen ja meistens im Kämmerlein und man bekommt die nicht zu Gesicht. Die Medientauglichen welchen haben sich sowieso die großen Konzerne eingekauft.

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