Auf zur „Multi-Plattform-Zeitung“

Mit nichts weniger als der Zukunft des Webjournalismus, nein, der Zukunft des Journalismus überhaupt beschäftigt sich Spiegel Online. Aber eigentlich ist das eh das Gleiche. Die Grenze zwischen Print- und Webjournalismus wird sich aufheben. Alle Onlinejournalisten können aufatmen. Sie werden aus ihrem Zweite-Klasse-Status heraus befördert werden. Ob es nun auch mehr Geld geben wird? Aber das ist nicht das Thema von Spiegel Online.

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Quelle: Spiegel Online

In Zukunft wird es nicht einfach nur eine 1:1-Kopie der Printversion im Netz geben, es wird eine „Multi-Plattform-Zeitung“ sein, wie sie jetzt schon der Californian praktiziert. Immer mehr Zeitung bilden deshalb einen gemeinsamen Newsroom. Dies ist eine Art Vorredaktion, die Themen annimmt und recherchiert. Erst in einem weiteren Schritt werden die Texte dann für die Zeitung und das Internet aufbereitet.

Jedem Onlinejournalisten war dies natürlich schon längst klar. Dennoch ist es bemerkenswert, dass Spiegel Online dem so viel Raum gibt. Und dabei gleichzeitig auch die Blogger als einen Teil der journalistischen Zukunft sieht, ohne gleich auf diese einzudreschen. Aber das mag daran liegen, dass der Artikel vom Korrespondenten in New York, Marc Pitzke, stammt. Vielleicht sind die scharfen Hunde im Hamburg gerade im Urlaub. Es sei ihnen gegönnt.

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Keine Kommentare

  1. Die Frage, Giesecke, liegt doch aber ganz woanders. Sind denn Online-Inhalte überhaupt für das Print-Medium geeignet – und umgekehrt? Und: richten sich Online-Ausgabe und Papier-Version nicht an unterschiedliche Klientel? Ich würde gerne Online einen Nachrichtenüberblick bekommen – und das täglich frisch auf den Screen. Aber Hintergründe, Artikel mit vielen Bildern und längere Texte schaue ich mir gerne auf Papier an und nicht auf dem Monitor. Diese Richtung wird wohl ein Großteil der Leser bevorzugen.

  2. Wenn du gelesen hättest, lieber Wagenhöfer, was der Kollege Pitzke da schreibt, dann wüsstest du auch, dass die Inhalte fürs Web und für die Zeitung unterschiedlich aufgearbeitet werden. Das Web soll eben keine 1:1-Kopie werden. Ob dann nur wenige Bilder in guter Druckqualität im Print erscheinen oder gleich eine ganze Serie in einer Online-Mediengalerie, macht dann wohl das Profil der Redaktion aus. Daran dürfen sich gerne auch die Geschmäcker scheiden. Wir beide müssen ja nicht dasselbe gut finden.

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