Edmund Stoiber, Kanzler der Herzen

Mein Vater hat es immer gesagt: Die kann das nicht. Oder könnt ihr euch Angela Merkel in Gummistiefeln vorstellen? Eindeutig ist sie die falsche Wahl! Schröder? Um den geht es doch gar nicht mehr. Stoiber hätte Kanzlerkandidat werden sollen! Denn statt im Land der Frustrierten hat die Flut nun Stoibers Bayernland heimgesucht. Rechtzeitig zur Bundestagswahl.

Edmund Stoiber inmiten der Flut
Quelle: Spiegel Online

Doch diesmal sind die Vorzeichen umgekehrt. Was hatte Stoiber 2002 im gefluteten Sachsen zu suchen? Nichts. Abgesehen von zahlreichen Presseterminen. Was soll der Kanzler 2005 in Bayern? Halt, schreit Ludwig Stiegler, das Schlachtross der bayrisch-sozialdemoraktischen Politagitation. „Wenn Schröder jetzt käme, würde das als Wahlkampfeinsatz interpretiert“, zitiert ihn Spiegel Online. Wahlkampf macht er aber längst. In Augsburg. Also fährt er auch mal bei der Flut dabei.

Wenn die Tagesschau heute abend Bilder von der Flut zeigt, dann sehen wir sie: den Kanzler und den Stoiber. Nachdenklich in die Fluten Kamera schauend. Derweil sucht Angela Merkel noch passende Gummistiefel. Dennoch wird sie Bundeskanzlerin werden, übrigens auch mit der Stimme meines Vaters. In diesem Jahr wird die Flut nicht die Wahl entscheiden. Aber Edmund Stoiber wird der Kanzler der Herzen sein. „Erst kam das Wasser – und wenig später Edmund Stoiber„, schreibt Spiegel Online. Er weiß, wo sein Platz ist. In Bayern.

P.S. Das Blog der Jurastudentin hat übrigens die Lösung für das Flut-Wahl-Dilemma parat: einfach die Bundestagswahl in den Winter verlegen.

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