Das Syndikat: Golem und die Netzeitung

Ich war ja schon gespannt darauf, wie Golem und die Netzeitung ihre Verbrüderung feiern würden. Beide waren unlängst vom norwegischen Orkla-Verlag aufgekauft werden. Nun habe ich die ersten Anzeichen entdeckt. Statt der nervigen Eigenwerbung auf Golem sind dort einige Netzeitung-Banner eingestreut. Die Farben sind ähnlich, nicht übermäßig nervig, von der hohen Blinkfrequenz einmal abgesehen. Was soll man auch sonst mit unverkauften Bannerplätzen machen?

Drei Banner auf Golem
Golem-Eigenwerbung und zwei Banner, die auf Golem für die Netzeitung werben
(Bild: Golem. Kollage: Netzausfall)

Auch bei den News hat sich etwas getan. Golem hat einen neuen Autoren: Netzeitung.de. Anscheinend wird hie und da von der Partnerseite eine News übernommen. In den letzten Tagen habe ich dies einige Male gesehen. Macht ja auch Sinn. Nachgezählt habe ich auch. Gestern veröffentlichte Golem 35 Meldungen, vorgestern waren es 34 Meldungen. Golem ist da recht konstant. Gestern stand allerdings kein einziges Mal „netzeitung.de“ unter einem Text. Mittwoch wurde nur „Porno-Industrie positioniert sich im Streit um DVD-Nachfolge“ übernommen. Heute mittag waren es dagegen schon zwei: „Quaero-Suche – Telekom zieht sich aus Entwicklung zurück“ und „Suchmaschinen-Experte: Quaero-Aufbau dauert noch Jahre„. Eigentlich doch nur ein Thema.

Der Link geht von Golem jeweils auf http://www.netzeitung.de/internet/. Ich bin kein Netzeitung-Leser und kann daher nicht sagen, was sich dort verändert hat. Ich habe mir aber zwei aktuelle Meldungen rausgepickt und beide verglichen. Wie zu erwarten war, liefert Golem News für die Netzeitung. Das komplette Internet-Ressort der Netzeitung wurde aber anscheinend noch nicht übernommen. Das Original titelt Golem etwas technik-affiner „WP 1.0: Wikipedia in 100 Bänden„. Auf Netzeitung heißt es dann schon allgemeinverständlicher: „Verlag druckt Wikipedia in 100 Bänden„. Die Meldung der Netzeitung ist gegenüber Golem um ein paar kurze Absätze aufgepeppt worden. Klarer Fall: andere Zielgruppe. Die braucht ein paar Infos extra. Ich bin gespannt, wie es weitergeht und ob Orkla noch ein paar Onlinemagazine aufkauft und in sein Netzwerk einbezieht.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.