Kleines Kommunikationsparadox

Patrick Breitenbach hat in seiner Blogdiplomatie ein sehr schönes Stück geschrieben: „Wer braucht eigentlich schon Corporate Blogs?“ Oder: Wann können Blogs in der Firmenkommunikation funktionieren? Seine Antwort: Als Transparenz-Blog oder als Atmosphären-Blog. Um es auf den Punkt zu bringen: „Blogs sind Dialoginstrumente.“ Damit singt Patrick das alte Lied vom Wesen der Kommunikation, bloß der Link auf das Grundgesetz aller Kommunikatoren, das cluetrain manifest, fehlt. Nur wie bringt man konkret jemandem bei, der meint, er würde zuhören, dass er eben nicht richtig zuhört? Da beißt sich die Katze doch in den Schwanz. Schlägt hier die Stunde der Watchblogs? Oder winkt der Beratervertrag für Deutschlands A-Blogger? Oder sollte man nicht schlecht gemachte Firmenblogs einfach links liegen lassen?

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  1. Hmmm. Verstehe ich nicht ganz. Wer nicht richtig zuhört, wird’s schon merken. Entweder, weil man ihn links lässt oder weil ihm die Meute auf den Fersen ist.
    Na und? Im Wirtschaftsleben muss es auch Verlierer geben. Und diejenenigen, die es rechtzeitig merken, könnten ja noch jemanden Fragen, der sich damit auskennt.

  2. Aber das wäre doch auch wieder einseitige Kommunikation. Nur umgekehrt. Sicherlich gibt es Verlierer im Wirtschaftsleben. Aber das wäre genauso argumentiert, wie das einseitig kommunizierende Unternehmen es tut: Die Kunden, die unser Produkt nicht verstehen, sind zu blöd.

    Oder?

  3. „Die Schrift wurde nicht zum Zweck der Kommunikation erfunden“ hat Nici Luhmann mal gesacht.
    Auch hatter (ungefääähr)gesacht: „Kommunikation dupliziert die Realität. Sie schafft eine Ja-Fassung und eine Nein-Fassung,. und zwingt zur Selektion.“

    Und das gilt wohl auch und insbesonder für Blogger, für Breitenbach sowieso, für uns und euch natürlich weniger, weil deutlich mehr „Ja“- als „Nein“-Auffasser… 😉

    Oder so…
    Und jetzt überfordert mich doch wieder diese Addition.

  4. Oje, und das am späten Abend. Da kann ich bestimmt wieder die Nacht nicht schlafen. 😉

    Stell dir mal vor, es gebe nur Ja-Fassungen. Zum Beispiel: Alle Schimmel sind weiß. Oder: Alle Marsmännchen sind grün. Oder: Alle Blogger sind Journalisten. … Oops, da habe ich wohl was durcheinander geworfen. Ist aber auch verflixt kompliziert das alles.

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