Mein RSS-Dilemma

Mein Problem ist mitnichten gelöst: Wie liest man am besten RSS-Feeds? Mit einem Feedreader lokal auf dem Rechner? Über einen Onlinedienst? Oder installiert man ein Skript auf dem eigenen Server? Für einen bekennenden Infojunkie wie mich macht dies durchaus einen Unterschied. Schon vor über einem Jahr habe ich mich gefragt, wie man RSS-Feeds an mehreren Rechner lesen kann („Wo bleibt IMAP für RSS-Feeds?„). Gerade bin ich auf den Google Reader umgestiegen. Ich weiß es immer noch nicht.

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Etwas unscharf: Aktuelle Infos per Google Reader

Zwei Eigenschaften sind mir wichtig: Ich möchte von überall auf meine abonnierten Feeds zugreifen können, von meinem zwei Rechnern sowie von meinem Treo-Smartphone. Und ich möchte möglichst aktuell informiert werden. Die meisten Pressemitteilungen werden zwar immer noch per E-Mail verschickt (RSS spielt da noch keine Rolle), aber was an solchen Stellen nie thematisiert wird, die Konkurrenzbeobachtung geschieht auch über RSS. Da würde man doch gerne aufs Knöpfchen drücken und wissen, was diese in der letzten Viertelstunde veröffentlicht hat.

Lokale Feedreader scheiden damit für mich aus, solange sie sich nicht untereinander verständigen können, was ich bereits gelesen und wie ich einzelne Einträge geflagt habe. Pluck konnte dies, wird aber im Januar ordentlich zurechtgestutzt. Das von mir genutzte lilina ist mir zu unflexibel geworden, Gegarius habe ich mir immer noch nicht angeschaut, weil ich immer noch keinen privaten Webspace mit Datenbank habe. Vielleicht liegt hier die Lösung meiner Probleme.

Onlinedienste gibt es viele, aber meist sehen diese ganz schön mau aus. Bloglines ist okay, aber irgendetwas stört mich daran. Mit dem Google Reader lese ich in der tat schneller als mit lilina, ich spare Zeit. Aber die Einträge und Kommentare auf Netzausfall brauchen bis zu drei Stunden, um dort zu erscheinen. Von einem Blogautoren wird in der Regel eine schnellere Reaktion erwartet. Und wie oben bereits erwähnt, wer Konkurrenzbeobachtung betreibt, zählt die Minuten, die er einem Thema hinterherhinkt.

Und es gibt noch ein weiteres, ungelöstes Problem: Wie verfolgt man am besten Kommentare, die man in anderen Weblogs hinterlassen hat? In vielen Blogs wird ein eigener RSS-Feed angeboten. Den konnte man dann kopieren, seinen RSS-Reader öffnen, dort zur Eingabemaske wechseln, den neuen Feed speichern, und dann schwamm er bei meinem lilina irgendwo zwischen den anderen Feeds umher, wo ich ihn dann nach Monaten wieder herausfischen konnte, um lilina nicht so langsam werden zu lassen.

Im Google Reader kann ich ihn jetzt in eine eigene Kategorie verschieben und diese alle paar Wochen bequem aufräumen. Wenn es angeboten wird, nutze ich aber die E-Mail-Benachrichtigung, wie es sie auch auf Netzausfall gibt. Momentan behalte ich meine Kommentare aber ganz anders im Blick. Einträge in meinem Feedreader, die ich kommentiere, versehe ich mit einem Stern und klicke diese nach einiger Zeit nochmals an, um zu schauen, ob es eine Reaktion auf meinen Kommentar gegeben hat. Auch wenn das eine Vorgehensweise aus Prä-RSS-Zeiten ist, zumindest funktioniert es einigermaßen.

Nachtrag: Diesmal hat der Google Reader nur sieben Minuten gebraucht.

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