Virtueller Stadtrundgang von Fon zu Fon

Das ganze Gerede vom „Fonero Versprechen„, es hatte schon seinen Sinn. Als ich im letzten November selbst ein Fonero geworden war, habe ich meinen Fon-Router angeschlossen, und das war es dann. Ich habe mich seitdem noch bei keinem anderen Fon-Router eingeloggt. Überall, wo ich war, hatte ich Zugriff auf ein privates WLAN. Auch über meinen Router hat sich noch niemand eingeloggt. Und dann brach mir irgendwann in der Weihnachtszeit plötzlich mein eigenes Fritz!Box-WLAN weg – immer mal wieder. Ich zog den Stecker vom Fon-Router, und schon war die Wunde geheilt.

Der Weg zum Rhein auf Fon Maps
Der Weg von mir zum Rhein (Klick öffnet große Karte mit 271 KB)

Das hatte dann zur Folge, dass auf Fon Maps mein Standort von einem dunkelgrünen zu einem hellgrünen Kreis degradiert wurde und ich ein schlechtes Gewissen bekam. Ich habe jetzt einfach mal die beiden Router ein wenig weiter auseinander gestellt, und momentan scheinen die Netze auch wieder stabil zu sein. Problem gelöst, und ich warf mal wieder einen Blick auf Fon Maps, um meinen Status zu checken. Und hoppla, da sind seit Anfang des Jahres doch ein paar Router mehr registriert worden.

Ich schaue dann nicht nur, welche Router es sonst noch in meiner Nähe gibt, sondern auch, wieviele Router entlang meiner üblichen Wege aufgestellt sind. Auf dem Weg von mir zum Rhein käme ich an fünf Routern vorbei. Wenn man davon ausgeht, dass ich den Kontakt gezielt suche und auch mal zehn Meter in eine Seitenstraße hineingehe. Zum Beispiel, wenn ich meine Mails checken möchte.

Der Weg in die Südstadt auf Fon Maps
Der Weg von mir in die Südstadt (Klick öffnet große Karte mit 282 KB)

Eine Alternativroute in die Bonner Südstadt führt mich sogar an sieben Zugangspunkten vorbei. Diese scheinen auch nicht in Seitenstraßen versteckt, sondern direkt am Weg zu liegen. Wenn es demnächst wirklich WLAN-Skype-Phones gäbe, die sich automatisch über den nächsten Fon-Router einwählen, hätte ich alle zwei Minuten Netzkontakt. Das ist zwar noch nicht das, was Mobilfunk leistet. Aber wenn mir signalisiert wird, dass mich jemand erreichen wollte, kann ich auch mal stehen bleiben und zurückrufen. Und das ist schon wieder günstiger als Mobilfunk – im Idealfall über Skype sogar kostenlos.

Sieht ja alles schön und gut aus. Wenn man aber bedenkt, dass ich mich noch nie über einen anderen Router eingewählt habe und deshalb auch nicht beurteilen kann, ob die Zugangspunkte, die ich auf der Karte gezählt habe, wirklich aktiv sind und mich ins Netz lassen, wenn man bedenkt, dass ich beim kleinsten Problem meinen eigenen Fon-Router abgeklemmt und mir Zeit gelassen habe, dieses Problem zu lösen, dann bin ich doch um einiges skeptischer, wie lange es noch dauern wird, bis ich durch die Stadt spazieren kann und dauerhaft online bin.

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  1. Ich hatte das ähnliche Problem. Mein Router weigert sich mit meinem Kabel-Modem zusammen zu arbeiten. Nach eine halbe Stunde ein und abschalten funktioniert es plötzlich, aber nach dem Neustart mal wieder nicht.

    Keine Fehlermeldung, kein Log, keine Information… einfach nicht funktioniert.

    Bei mir liegt der Fon zurzeit in der Schublade und warten auf den neuen Firmware, oder auf die Zeit, wenn ich bissen mehr Zeit haben werden, um den Fall weiter zu forschen… 🙁

  2. Nun, du musst aber beachten, dass nur die Grünen Punkte auf den Fon:Maps einen Router darstellen, die orangenen stehen für registrierte Foneros (egal ob Alien, Bill oder Linus). Daher wirst du auch nur an den grünen Spots wirklich einen AP vorfinden, insofern der Standort vom Besitzer richtig eingetragen wurde…

  3. Lars, das habe ich natürlich versucht, aber die Kanäle lagen bereits weit genug auseinander. Hier sind immer zwischen fünf und zehn WLAN sichtbar, und die liegen eigentlich immer ganz gut auf die Kanäle verteilt.

    Henrik, soweit ich weiß, gilt das, was du beschreibst, nur für die neuen La Foneras. Die alten Router konnten noch kein Feedback geben, um dann die grünen Punkte auf Fon Maps anzuzeigen. Es kann aber sein, dass ich nicht auf den neuesten Stand bin und die alten Router über eine neue Firmware das jetzt auch können. Weiß da jemand mehr?

  4. ich darf mich einmischen:“Henrik, soweit ich weiß, gilt das, was du beschreibst, nur für die neuen La Foneras. Die alten Router konnten noch kein Feedback geben, um dann die grünen Punkte auf Fon Maps anzuzeigen.“
    dem ist noch so, da die firmware für die linksys nicht weiterentickelt wurde (aus Kapazitätsgründen des R&D Teams bei FON). Hellgrüne FON:spots können insofern einerseits in der Tat ruhende „La Fonera“s sein oder aber funktionierende Linksys Router / bzw buffalos. Das muss man dann ausprobieren. Ist nicht sehr befriedigend, und nur aus der Historie von FON (haha…11 Monate) erklärbar.
    regards
    Peter

  5. Ich habe sowohl einen Linksys WRT als auch eine LaFonera in betrieb, beide sind dunkelgrün (mit Stern) auf der Karte eingetragen. Somit Gillt folgendes:

    Dunkelgrüne Spots: Aktive Router innerhalb der Letzten Stunde
    Hellgrüne Spots: Router, die innerhalb dr letzten 30 Tage aktiv waren
    Orangene Punkte: Hier sind Nutzer registriert (Alien, Bill od. Linus)

    Somit ist nur bei dunkelgrünen Spots wirklich sicher, dass man auch ins Netz kann…

  6. Warum testest du nichtmal REAL, an welchen Punkten du auch wirklich ins Netz kommst?

    Das wäre dann wirklich mal eine Aussage … aber dieser Beitrag bringt in dieser Form garnichts … und wird ja auch im „offiziellen“ Fonblog nach allen Regeln der Kunst PR-mässig verwurstet und verdreht. Schade.

  7. Ja, ich finde es mittlerweile auch nicht mehr interessant zu hören, dass FON den „Platzhirsch T-Mobile“ verdrängt hat. Wenn man spazierengeht, dann vielleicht ja. Aber der zahlende Business-User („Bill“, jaja ich weiß…) – der bewegt sich am Flughafen, Bahnhof, Büro- und Gewerbegebiete. Tja, da bleibt es halt T-Mobile. Und ich bin nun wirklich kein Freund von den „Pinken“..

  8. Fridolin, das einzige WLAN-fähige Gerät, das ich zurzeit besitze, ist mein Laptop. Und bei diesen Temperaturen habe ich verständlicherweise keine Lust, mit einem aufgeklappten Laptop durch die Straßen zu gehen. Aber irgendwann werde ich das wirklich mal testen. Auch wie weit mein Signal reicht.

    Dass ich mir die Karte so genau angucke, liegt natürlich auch daran, dass ich mir schon seit einiger überlege, ein WLAN-Telefon zu kaufen. Und ich frage mich natürlich, wie und wann ich das nutzen könnte. Wobei ich eigentlich SIP und nicht Skype nutze, aber das ist dann wieder ein anderes Problem.

    Roberto, ich gehe mal davon aus, dass Fon den Besitzern kleiner Läden in Bahnhöfen und Flughäfen irgendwann attraktive Angebote machen wird. Im ersten Schritt ging es Fon darum, möglichst viele Punkte auf der Karte zu haben, jetzt werden die lukrativen gepflegt. Statt der Router gibt es nun Richtantennen umsonst – aber nur an guten Standorten.

  9. @Rodion: Warum wendest Du Dich zwecks Lösung Deines Fonera-Problemes nicht einfach mal ans deutsche FONboard (http://www.fonboard.de/)? Es ist doch wirklich schade, dass Deine Fonera in der Schublade vermodern muss!

    @Peter Giesecke: Auch ich würde mich über einen bonner Praxisbericht hier sehr viel mehr freuen, als über einen neuerlichen ‚Lobgesang‘, auch wenn der Bericht sooo vielleicht gar nicht gedacht war! 😉 Die FON-Idee ist einfach Klasse, auch dann wenn ich mich selbst bei jenen einreihe(n muss), die bisher noch nie anderswo eingeloggt waren. Aber nach ziemlich genau einem Jahr des Bestehens sollte FON allmählich aus seiner ‚Beta-Phase‘ entwachsen sein und daher zum B. auch nur mehr Hotspots in seinen Karten anzeigen …

  10. Ich habe drei Mal FON-„War Driving“ mit einem Laptop betrieben. Bevor ich die (damals kostenlose) Fonera bestellte, habe ich in meiner Stadt Ende November 2006 auf gut Glück zwei FON-Hotspots aufgesucht und versucht, mich einzuloggen. Das klappte auch in beiden Fällen (als Alien musste ich natürlich Geld bezahlen; dabei fiel mir auf, dass der erste Login nicht auf dem zweiten Hotspot übertragbar war).

    Als meine Fonera Mitte Dezember kam und ich mithin den Linus-Status erhielt, wollte ich erneut – diesmal kostenlos – einige FON-Hotspots testen. Ich klapperte an einem Nachmittag ca. 10 Hotspots ab, die auf der Karte dunkelgrün eingezeichnet waren. Fünf Mal gelang es mir, mich einzuloggen; in den anderen Fällen war das Signal zu schwach oder nicht sichtbar. Mit einer Trefferquote von 50% war ich zufrieden.

    Im Januar 2007 war ich über ein Wochenende in einer fremden Stadt. Hier fuhr ich vier FON-Hotspots an, eines davon an der Adresse eines Cafes. Bei allen vier Hotspots konnte ich noch nicht einmal ein Signal entdecken. Bei einem dieser Hotspots (mit personalisiertem Link auf der FON-Karte) stellte sich heraus, dass sich an der angegeben Adresse ein Bankgebäude befindet – offensichtlich ohne private Wohnungen. Daher ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass sich dort wirklich ein FON-Hotspots befindet. Meine letzte Hoffnung setzte ich auf das Cafe. Denn bei allen anderen Hotspots hatte ich der Witterung wegen und weil es auch wenig angenehm ist, vor einem Haus stehend mit dem Laptop herum zu fummeln, in einem Auto sitzend den Zugriff versucht. Doch auch in diesem Cafe war kein Signal zu entdecken.

    Mein Fazit:
    Die meisten FON-Hotspots liegen für die Nutzung über ein Laptop sehr ungeeignet.
    Trotz der jüngsten Erfahrung, von vier Hotspots keinen nutzen zu können, stimmt mich meine erste Erfahrung (50% nutzbare Hotspots) noch optimistisch.

    Jetzt warte ich gespannt auf das Resultat in Bonn.

    Bei mir hat sich übrigens noch niemand eingeloggt, obwohl es vor meiner Wohnung viel Platz zum Parken gibt. 🙂

  11. @Gerhard: Der Empfang mit den in Notebooks integrierten WLAN-Antennen sind meistens nicht sehr gut. Ich empfehle immer sich eine externen WLAN-MIMO-USB-Stick besorgst, den man mit Klettverschlüssen und Verlängerungskabel auf der Rückseite des Displays zu montieren und (ganz wichtig) so weit wie möglich nach oben herausstehen lässt (wie die alten Handyantennenstummel). Somit erreichst du auch schlechtere Signale, da so potentielle Dämpfungen minimiert werden.

  12. Das ist zwar ein guter Tipp, Henrik, aber man sollte schon vom Normalfall ausgehen, dass man mit dem Laptop auf dem Schoß im Auto am Straßenrand sitzt oder sich ein WLAN-fähiges Handy ans Ohr hält.

    Dass die Fon-Standorte nicht die besten sind, verhehlt auch Fon.com nicht. Erstens liegen sie verstreut und nicht an zentralen Orten wie bei der Telekom. Und zweitens muss man dann noch die Hauswand überbrücken. Das ist auch der Grund, weshalb sich Fon um einen anderen Superlativ bemüht, nämlich die meisten Hotspots zu haben.

    Im Zweifelsfall interessiert das aber alles gar nicht, sondern nur der konkrete Fall. Letztlich erfährt man nur, ob man einen Zugang bekommt oder nicht – wie es Gerhard gemacht hat -, indem man es ausprobiert.

    Der Laptop, so meine Prognose, wird die Ausnahme bleiben, in den nächsten Jahren werden einige Handys/Smartphones mit WLAN auf den Markt kommen. Da liegt die Schwelle, ein Fon-Zugangspunkt aufzuspüren und ihn zu nutzen viel geringer.

  13. Der Martin tingelt durch die Welt,
    die er mit WLAN-Schnur zusammenhält.
    Doch diese Schnur ist lose,
    weswegen das geht in die Hose.

    (aus dem Refonlutionswiki)

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