Kategorien
Blog

Wie bastel ich mir ein Wandertagebuch?

Wer bei diesem Wetter keinen Sonntagsausflug macht, ist selber schuld. Am Rhein entlang spazieren kann ich auch unter der Woche, wenn ich wandern will, fahre ich als Bonner entweder linksrheinisch in die Eifel oder rechtsrheinisch ins Bergische Land. Und diese Touren wollen geplant werden. Mit einem Wanderführer, einer Karte und dem Internet ist dies kein Problem. Doch wenn ich in einem halben Jahr wiederkommen und die Tour leicht abändern möchte, dann muss ich die Tour in einem Wandertagebuch festhalten. Wer möchte schon im Hochsommer in der heißen Sonne gebrutzelt werden?

Blick auf das Siebengebirge
Ich weiß, wo man diesen Blick genießen kann. Du auch?

In so ein Wandertagebuch gehören Fotos, Erläuterungen und eine Karte. Da man nicht allein unterwegs war, sollte man allen Wandersfreunden Zugriff geben. Also ab damit ins Internet. Man kann es sogar komplett öffentlich machen, dann sollte man allerdings auf das Urheberrecht achten, wenn man sich fremder Karten bedient. Fotos und Texte hat man ja selbst gemacht.

Kleine Überlegung am Rande: Was passiert eigentlich, wenn sich die Mitwanderer in ein paar Jahren nicht mehr grün sind? Wie reißt man das gemeinsame, kollaborativ erstellte Gut wieder auseinander? Wie würden Kollege Wagenhöfer und ich dieses Blog hier aufteilen? Jeder bekommt seine Texte? Ich den Serverplatz? Er das WordPress? Ich dass CSS? Er das HTML? Hmm.

Zugegeben, ich bin ein Freund des Das-habe-ich-auf-meiner-Festplatte und des Für-das-Backup-sorge-ich-schon-selber. Mit den Webmoden konnte ich nie viel anfangen. Als alle Leute ihre Bookmarks im Browser abspeicherten, habe ich mir eine eigene Website mit meinen Bookmarks gebaut. Als alle Leute auf Onlinedienste wie del.icio.us umstiegen, bin ich bei meiner Website geblieben. Ich traue denen nicht so recht. Auch wenn es oftmals unbegründet ist.

Aber zurück zu meinem Wandertagebuch. Neulich habe ich die Picasa Web-Alben ausprobiert. Es hätte auch ein anderer Dienst sein können. Das wäre doch schon eine Lösung. Alle Bilder hochladen, dazu eine Karte, alles mit guten Texten/Bildunterschriften versehen. Fertig. Das ist dann zwar noch keine Tour, die man nach Anleitung wandern kann – zum Beispiel für Freunde, denen man Zugriff gegeben hat. Aber immerhin. Eine gute Gedächtnisstütze für die nächste Tour.

Der Freund des gepflegten Formulierens in mir denkt natürlich sofort an ein Wiki. Auch da gibt es Onlinedienste. Alternativ ist das Doku-Wiki schnell eingerichtet, das nicht einmal eine Datenbank benötigt. Fotos einbinden und viel, viel Text dazu. Auch das wäre schnell fertig. Naja, nicht ganz so schnell. Dafür kommt es einem richtigen Tagebuch viel näher. Was meint ihr?

0 Antworten auf „Wie bastel ich mir ein Wandertagebuch?“

Ohne tatkräftige Mithilfe würde ich das nicht angehen. Und daran hat es bisher gemangelt. Ganz spannend finde ich auch die Verknüpfung mit Geodaten. Ich denke schon, dass es demnächst einige Angebote im Netz geben wird, die mal mehr, mal weniger professionell gemacht sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.