Schon wieder Spam von Payback

„Darfs was für gutes Aussehen sein?“ Das ist zwar gut gemeint, genau genommen aber eine Unverschämt. Dieser Satz steht auf der heutigen Post vom dm. Sie selbst schreiben „dm-Markt“, was soviel wie Drogeriemarkt-Markt heißt. Aber das nur nebenbei. Ich mag den dm und kaufe dort auch gerne ein. Im Umschlag steckten Gutscheine. Die nimmt man doch gerne. Aber wie kommen die an meine Adresse? „Ausgestellt für: Ihre PAYBACK Kundennummer:“ Die Nummer kam mir bekannt vor. Hatte ich da nicht gekündigt?

Post vom dm
Vorne steht dm, hinten Payback

Vielleicht sollte ich erst die Geschichte meiner Kündigung zu Ende erzählen. Wer auf einen alten Netzausfall klickt, sieht dort den Kommentar einer netten Payback-Mitarbeiterin. Ich finde es gut, dass sie auf meinen Blogeintrag reagiert hat. Warum auch immer habe ich aber erwartet, dass ich danach keine Mails mehr von Payback erhalten würde. Mein Fehler. Die nächste Kundenrundenmail trudelte dann doch auch bei mir wieder ein. Nach einem Klick auf den Abmeldenlink scheint dies nun aber erledigt zu sein.

Ich finde natürlich, dass so etwas nicht hätte passieren dürfen. Gekündigt ist gekündigt, und damit gehören auch alle Daten gelöscht. Wenn da mal eine E-Mail-Adresse für einen Newsletter nicht mitgelöscht wird, dann ärgere ich mich kurz, kann aber auch damit leben. Ich schreibe darüber einen Netzausfall und freue mich, dass wir bei Google auf der ersten Seite stehen, wenn jemand nach „Payback Kündigung“ sucht. Bei „Payback Spam“ stehen wir sogar an erster Stelle.

Zurück zu der Frage, woher der dm nun meine Adresse hat. Mir fallen spontan zwei Antworten ein. Entweder hat der dm die Daten bei sich vorrätig, was bedeuten würde, dass Payback die Kundendaten an alle angeschlossenen Firmen weitergeben würde und diese bei Kündigung unberührt blieben. Oder der dm hat sich die Daten zwecks Gutscheinverschickung jüngst von Payback geholt, was bedeuten würde, dass meine Kündigung dort immer noch nicht wirklich vollzogen ist.

Das könnte man sicherlich recherchieren, es spielt aber auch keine Rolle, da beide Varianten gleich gruselig sind. Ganz offensichtlich hat meine Kündigung vor einigen Wochen nicht dazu geführt, dass meine Daten gelöscht worden sind.

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  1. Im Falle einr Kündigung darf man eigentlich keine Post mehr von Payback erhalten, das ist klar. Ich werde dem nachgehen und Bescheid geben!

    Nur das Unternehmen, von dem der Kunde die Karte hat – und wir von Payback – kennen die Adresse des Kunden. Wenn man bei der Anmeldung aber zugestimmt hat, dass man von Payback und seinen Partnern Angebote erhalten möchte, dürfen die Partner den Kunden anschreiben – allerdings nur über uns. Das heisst, die Adressen gehen NICHT an die Unternehmen. Sie können uns ihren Text geben und wir schicken das Mailing das raus. Die Adressen werden anschließend wieder gelöscht.

  2. Ich als alter AGB-Leser hätte dir die Antwort auch geben können. Aber wer liest heutzutage schon AGBs? Und das, wo Frau Nina von Payback doch felsenfest davon überzeugt ist, dass ALLE Payback „Kunden“ die AGBs lesen UND verstehen. Schließlich ist Payback, laut Eigenaussage, vollkommen transparent.
    Ja nun gut. Transparent bedeutet wörtlich übersetzt ja nicht verständlich. Sondern so was wie „durchschaubar“. Was zutreffen könnte. Ein entsprechendes juristisches Studium vorausgesetzt.

  3. Payback bestreitet hartnäckig das Daten willkürlich verschickt oder verarbeitet werden. Frau Purtscher hatte sich bereits in den Kommentaren beim Werbeblocker mächtig verrenkt um sich herauszuwinden. Ihre Aussagen sind allerdings genauso schwurbelig und schwammig wie die AGB und die Datenschutzerklärung von Payback.

    Ich weiß von Familienangehörigen die nach einer Anmeldung bei Payback anschließend mit Werbung bombadiert wurden. Auf Anfrage bei den Unternehmen wurde als Quelle IMMER Payback genannt. Payback hingegen bestreitet auch bei konkreten Anfragen Daten weiter zu geben.
    Das große Loch beim Datenschutz dürfte die Weitergabe der Daten an die Partnerunternehmen sein. Denn sobald meine Daten dort sind, greifen die Datenschutzbestimmungen von Payback nicht mehr und das Partnerunternehmen kann mit den Daten machen was es will.
    Gerade dieser Umstand dürfte den allerwenigsten Payback-Nutzern bekannt und bewusst sein.

    Wenn man seine Karte direkt bei Payback bezieht, scheint Payback sämtliche Unternehmen als „Partnerunternehmen“ anzusehen und schickt offensichtlich allen „Partnern“ die Daten. Anders kann ich mir das mit den ganzen Werbemüll nicht erklären, denn auch bei den mir bekannten Fällen wurde die Karte meistens direkt bei Payback bezogen.

  4. Wenn wir Mitglieder mit Werbepost zuschütten würden, wären wir ein schlechtes Direktmarketingunternehmen. Unser Erfolg zeigt, dass das nicht der Fall ist. Nur Kunden, die Post von Payback WOLLEN, sollen Angebote erhalten. Alle anderen sollen es uns bitte sagen und sich abmelden. Ansonsten kann ich nur meine Erklärungen von oben wiederholen.

  5. Hallo Nina, wenn ich Werbepost von payback bekomme, sind es meistens Coupons von den Partnerunternehmen, wo man bis zu 10fach Punkte erhält. So hat man sehr schnell viele Punkte zusammen. Meistens lasse ich mir den Betrag überweisen wenn mindestens 5000 P. zusammengekommen sind oder ich suche mir eine schöne Prämie aus. Mir ist auch egal ob ich dadurch Werbung von anderen bekomme, ich kann doch immerhin noch selbst entscheiden, welches Angebot für mich in Frage kommt und welches nicht, oder?! Außerdem ist die Teilnahme am payback kostenlos. Also warum nicht sparen? Lg.

  6. Also erstens rechnet es sich nicht wirklich, da die Rabatte von Unternehmen gewährt werden, die schon recht hohe Preise haben. Zweitens gibt man seine Daten dafür preis, und wie man an meinem Beispiel gesehen hat, funktioniert das, was Payback immer von sich behauptet, dass man sich innerhalb der Vorschriften bewegt, einfach nicht. Meine Daten hätten mit meiner Kündigung gelöscht werden müssen, sind sie aber nicht. Frau Purtscher, die Pressesprecherin von Loyality Partner/Payback, die hier als Nina in Erscheinung getreten ist, wird behaupten, dass es sich um einen Einzelfall gehandelt hat. Kann ich das als ehemaliger Kunde überprüfen? Nein.

  7. Neuerdings gibt es eine Payback Kreditkarte. Habe sie auch bestellt u nutze sie seitdem. Man bekommt für jeden Einkauf, nicht nur bei payback Partnergeschäften extra- Punkte gutgeschrieben. Die Kreditkarte hat keine Jahresgebühr, also besser als bei der Hausbank! Man kann sowohl eine Online-Rechnung bekommen oder normal per Post. Habe dadurch im Monat Juni fast 1000 Extra-Punkte erhalten.

  8. Sag mal, Lisa, unter uns beiden Königskindern, wie kommt es eigentlich, dass du alle paar Woche auf Netzaufall vorbeischaust und nur die Payback-Einträge kommentierst, aber sonst keinen anderes Thema? Und dann aber sowas von konträr zu unserer Meinung, dass ich mich frage, wieso du überhaupt hier mitliest. Unsere kritische Haltung müsste dir doch eigentlich gegen den Strich gehen.

  9. Ich tippe auf bezahltes Kommentieren. Die Frage ist dann nur: Durch eine (saublöde) Agentur oder direkt aus dem Hause P.

    Wäre ja zumindest nicht das erste mal das ein Unternehmen auf diesem Wege negativ auffällt.

  10. Das kann ich nicht beurteilen. Die IP-Adressen lassen jedenfalls keine Rückschlüsse zu, aber ich weiß wie Lisa auf Netzausfall gestoßen ist: Sie hat uns beim ersten Mal über Google gefunden. Heute gab es keinen Referrer. Ich nehme an, ein Link auf einer Beobachtungsliste.

  11. So was haben wir nicht nötig. Wenn wir was zu sagen haben, machen wir das offiziell. Beweis siehe oben. Wenns eine Kollegin sein sollte: trotzdem danke 🙂

  12. Hallo Peter Gieseke, habe heute durch Zufall wieder eure Seite aufgerufen. Bin ja total entsetzt. Ich bin weder Mitarbeiterin bei Payback und auch keine bezahlte Kommentatorin. Ich bin tatsächlich über Google auf eure Seite gekommen und finde sie ist gut gemacht. Eure Meinung geht mir auch nicht gegen den Strich. Also nichts für ungut.

  13. Hallo Peter Giesecke. Nach längerer Zeit melde ich mal wieder. Habe heute von payback einen Gutschein über 10 % bekommen, einlösbar bis 31.Dez 2008, für alle teilnehmenden Geschäfte. Ist doch super oder nicht? Wenn ich beim Einzelhändler einkaufe und handeln möchte, gewährt man mir höchstens 5 % manchmal auch nur 2- 3 % Skonto je nachdem wie hoch die Einkaufssumme ist. Was mich mal wirklich interessieren würde, weißt du ob beim Einkaufen mit der Karte nur die Summe des Einkaufs weitergeleitet wird oder auch alle einzelnen Artikel die man kauft? Ich bekomme nämlich auch unaufgefordert Tierfutter und Shampooproben usw. per Post zugeschickt! Wäre dir für eine Antwort sehr dankbar. Liebe Grüße

  14. Ja, ist super. Ich freue mich für dich. 10 Prozent sind richtig viel!

    Deine Frage kann ich dir leider nicht beantworten. Aber Nina ist übermorgen wieder im Büro. Sie wird dir das bestimmt sagen können.

  15. Welche Daten an wen weitergeleitet werden, steht auf den Seiten von Payback. Darüber müssen sie aufgrund des Datenschutzgesetzes aufklären.
    Laut Payback werden alle (!) gesammelten Daten an die Partnerunternehmen, also welche Artikel in welcher Anzahl zu welchem Preis eingekauft wurden, weitergeleitet. Das ist auch der eigentliche Sinn und Zweck von Payback. Die Partnerunternehmen erhalten so die Möglichkeit ihre Kunden zu durchleuchten.

    Was die Partnerunternehmen dann mit den gesammelten Daten machen, dass kann niemand so genau sagen. Aufgrund verschiedener Erfahrungen mit Payback liegt es nahe, dass die Partnerunternehmen die Daten weiter verwerten.

  16. Vielen Dank Ralf für die ausführliche Information. Ist mir trotzdem vollkommen egal, ob die Partnerfirmen meine Daten weitergeben. Heutzutage steht sowieso jeder in fast jeder Datenbank oder in Suchmaschinen etc. Als ich einmal bei einem Preisausschreiben mitgemacht habe, habe ich extra meinen Namen u Adresse etwas verändert, somit konnte ich später feststellen, woher die anderen Firmen meine Adresse hatten.Aber die machen ja nichts verbotenes mit den Namen und Adressen. Da mein Mann u ich selbstständig tätig sind, sind wir ja genauso auf Werbung u Kundenpflege angewiesen. Das einzige was wirklich lästig ist, sind die Exportunternehmen, die ständig anrufen, ob wir Firmenbusse etc. für Afrika oder Arabien verkaufen. Aber ansonsten bekomme ich bestimmt genauso viel Werbepost wie du.
    wenn mir das Angebot nicht gefällt, schmeiß ich das weg. Das machen aber alle meine Freundinnen ebenfalls so. Liebe Grüße und danke nochmal.

  17. Die Einzeldaten bleiben bei den jeweiligen Unternehmen (ja es stimmt, die verbessern damit ihr Direktmarketing, ihr Angebot, ihr Pricing, ihre Kundenbindung), wir erhalten Datum, Umsatz (wegen Bepunktung) und Partnerfiliale. Von manchen Partnern Daten auf Warengruppenebene.

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