Keine Onlinebezahlung mit der Onlinebank

Nachdem ich schon die Packstation nutze und beim Leidartikler über die neuen Paketboxen mitdiskutiert habe, musste ich die gelbe Tonne doch mal selbst ausprobieren. Schließlich steht hier in Bonn-Kessenich eine, keine dreißig Meter von der Postfiliale entfernt (super Standort, liebe Post). Voraussetzung dafür ist, dass das Päckchen bereits frankiert ist. Also konnte ich auch gleich die Online-Frankierung ausprobieren. (Die Paketbox liegt zwar nahe an der Postfiliale, aber noch näher an einem Tabakladen, ca. 1,5 Meter Luftlinie, dort kann man jetzt auch Briefmarken kaufen.)

Screenshot von dhl.de
Scheint einfach zu sein, ist es aber nicht (Screenshot von dhl.de)

Also schnell mal nachgeschaut, wie das geht: Nach dem Relaunch der Post-Website ist alles anders geworden. Die Deeplinks in meiner Linksammlung funktionieren nicht mehr (vielen Dank dafür, liebe Post), und wirklich übersichtlich ist es auch nicht geworden. Auf der Seite für das Päckchen steht nichts von der Paketbox (Vorsicht, Link wird voraussichtlich in einem Vierteljahr nicht mehr funktionieren), aber auf der Seite für die Online-Frankierung (im Postdeutsch heißt das mit doppeltem Deppenleerzeichen „DHL Online Frankierung“) findet sich in der rechten Sidebar ein Punkt „Wie funktioniert die DHL Online Frankierung?“ Das Fenster, das sich nun öffnet, ist allerdings mit „Fragen und Antworten“ benannt. Nachdem man zwei bis drei Fensterhöhen gescrollt hat, findet man im Punkt 13 von 21, das man online frankierte Päckchen auch in der Paketbox ablegen kann. Also doch! Seid ihr mitgekommen? Im Postdschungel verliert man schnell die Orientierung.

Also die Daten eingegeben und mangels eigenem Paypalkonto (man muss ja nicht jedem seine persönlichen Daten in den Rachen werfen) die alternative Zahlungsart Giropay gewählt. Keine Überweisung, keine Lastschrift, keine Kreditkarte. Die machen das natürlich, weil Giropay so ein Postbankdingens ist. Aber was kümmert mich die Vetternwirtschaft, wenn meine Bank auch anverwandt ist? Ich bin bei der 1822direkt, einer Onlinebank und Tochter der Frankfurter Sparkasse, und die Sparkassen haben bei Giropay auch ihre Finger mit drin. Da wird meine Bank doch wohl mit von der Partie sein.

Screenshot von dhl.de
Hoppla, meine Onlinebank macht nicht bei Giropay mit (Screenshot von dhl.de)

Error. „Diese Bank nimmt leider nicht am Giropay-Verfahren teil. Bitte prüfen Sie die BLZ oder wählen eine alternative Bezahlvariante“, so heißt es lapidar. Hallo? Meine Onlinebank macht das Onlinebezahlverfahren nicht mit? Jetzt nervt es mich doch, dass die Post eine hübsche neue Abteilung im Kaufhaus hat, ich aber vom Türsteher abgewiesen werde: ‚Du kommst hier nicht rein!‘

Das Paket nehme ich morgen übrigens mit aufs Dorf zum Kollegen Wagenhöfer und gebe es dort im Postfilialenersatzstationfotoshop ab. Die sind nett dort.

Und noch ein Nachtrag: Das verloren gegangene Paket ist immer noch nicht angekommen, obwohl die Sendungsverfolgung behauptet, es sei ausgeliefert. Ich glaube, die haben das irgendwo aufs Feld gestellt. Und GLS hatte am Samstag die Hotline nicht besetzt. Demächst werde ich wohl mal Hermes ausprobieren.

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Keine Kommentare

  1. Moin,

    probier ruhig mal Hermes aus. Die Online-Sendungsverfolgung hinkt zwar immer ein paar Tage hinterher und die schnellsten sind sie auch nicht, dafür ists günstig und bisher sind auch alle Pakete angekommen!

    Gruß

    MaikD

  2. Ich hatte auch schon meine Probleme mit dem Bezahlsystem. Auf seltsame Weise ist die Zahlung per PayPal nicht per Bankeinzug möglich, sondern via PayPal mit Kreditkarte. Eine solche besitze ich nicht. Note 6 für die Online-Frankierung!

  3. Also ich habe nur gute Erfahrungen mit dem Online-Frankierungssystem machen können. Ich habe keine Kreditkarte – es ging auch mit normalem PayPal. Allerdings ist die Handhabung des PDFs, das man dann zum Ausdruck bekommt, unheimlich. Einen Test und einen richtigen Ausdruck. Wer den 2. verpatzt (techn. Umstände), darf sich gleich eine neue Marke holen.. Nicht günstig.

  4. Das Problem dabei ist, dass online überprüft wird, ob das PDF auch nur einmal gedruckt wird. Habe mir nicht angeschaut, wie das technisch funktioniert. Ich glaube daher nicht, dass es reicht, das PDF abzuspeichern, weil es beim ersten missglückten Druckversuch bereits als erfolgreich ausgedruckt gilt. Jetzt könnte man überlegen, ob es reicht einen Screenshot zu machen.

  5. Mmh.. PDF kann man speichern, aber nur einmal „richtig“ ausdrucken, Kontrolle geschieht via Internet. Danach geht einfach kein Ausdruck mehr. Witzig an der Sache: Ich drucke nun also eine „Marke“ aus, klebe sie aud die Packung und ab zu Post. Die am Schalter (dort muss man es abgeben) meint erstmal zu mir, was ich mit dem Aufkleber will. Ich sage, schon bezahlt, soll nur noch wech, das Paket. Nach einer kleinen Diskussion doch möglich, juhu. Man spart, glaube ich, ein paar Cent, wenn man sich die Marke via Internet besorgt, aber wenn ich so oder so zur Post muss, dann erspare ich mir doch (in diesem Fall) den Umweg über Computer und Internet, so paradox das auch klingt in der heutigen Zeit. Postcontainer, oder wie die gelben Tonnen in Postnähe auch heißen, habe ich noch nicht ausprobiert.

  6. Es geht in der Tat darum, dass man Pakete, die man selbst frankiert hat, in der Packstation und in der Paketbox unterbringt. Der Vorteil für die Post ist natürlich, dass sie Personalkosten spart und, wenn sie Filialen schließt, auch noch Mietkosten. Dem Kunden wird das versicherte Paket um einen Euro verbilligt, und bei der Packstation hat er die Annahme des Pakets garantiert und kann dieses dort rund um die Uhr abholen. Das macht aber nur Sinn, wenn eine Packstation auch in der Nähe ist. Gute Idee. Bei der Online-Frankierung aber schlecht umgesetzt.

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