Magentamailing Telekom

Post von der Telekom zu bekommen, ist der reine Horror. Was wollen die von mir? Herzklopfen, Schweißausbrüche, Panikattacke. Die regulären Rechnungen erhalte ich schließlich per E-Mail. War das Konto etwa nicht gedeckt? Kündigen die meinen DSL-Anschluss? Man sieht doch am Umschlag, dass es keine Werbung ist, sondern was offizielles.


Wer will mich da anrufen?

Also aufgerissen, aus dem Umschlag gezerrt und halb aufgefaltet: „Bestätigung Ihrer Kündigung zum 23.07.2007“. Die habe ich doch längst erhalten. Was wollen die also? Irgendwelche Gebühren zurückfordern? „Sie sind ein wichtiger Kunde. Wir möchten auch in Zukunft für Sie da sein.“ Hat da jemand in meinem Namen gekündigt? Etwa mein DSL-Provider?

Wie gut, dass die Telekom immer eine schriftliche Bestätigung schickt, wenn sich etwas am Vertrag ändert. Da kann ich dann anrufen und alles aufklären: Sorry, da hat euch jemand einen Streich gespielt. Ich war nicht schuld. „Sehr geehrter Herr Giesecke, gerne würden wir wissen, warum Sie T-Online nicht mehr nutzen wollen.“ Gibt es dazu auch eine URL? Wenn die Eingabeseite gut gemacht ist, schreibe ich drei Sätze, ansonsten Pech gehabt.

Aber eine Webadresse ist nicht zu sehen. Was wollen die nun eigentlich von mir? „Um mehr über Ihre Bewegründe zu erfahren, werden wir uns telefonisch bei Ihnen melden.

Ich habe es gerochen. Das gibt Stress.

Die wollen in meine vier Wänden eindringen. Wenn ich esse und den Mund voll habe, klingelt das Telefon. Wenn ich am Samstag mal ausschlafen möchte, drängen die sich in meine Alpträume (als was eigentlich?). Wenn ich auf dem Klo sitze, muss ich mit runtergelassener Hose zum Apparat hechten.

Diesen Telekom-Terror hatte ich erst vor ein paar Wochen. Wenn ich abends nach Hause kam, waren da drei Anrufe, Rufnummer unbekannt. Mama angerufen, aber die war es nicht. Nach zehn Tagen stellte sich heraus, die Telekom wollte mir ein All-Inclusive-Paket verkaufen. „Sehen Sie denn nicht, dass ich bei einem Reseller Kunde bin?“ – „Nein.“ – Diese Frage werde ich wohl wieder stellen müssen. „Sehen Sie denn nicht, dass ich bereits seit Jahren DSL habe?“

Was steht da als letzter Satz in dem Schreiben? „Wir freuen uns auf das Gespräch.“ Ich nicht.

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  1. Nach meiner Kündigung von Anschluss und Provider (beides Telekom) haben die von der Telekom 3x kurz hintereinander angerufen, um nachzufragen, warum ich gekündigt hatte.
    Jetzt, einige Wochen nach dem Umzug kam auch noch mal ein Brief mit der Ankündigung, mich nochmals anzurufen. Bisher hat es noch keiner getan. Möglicherweise hat nun vorher doch jemand in die Datenbank geguckt und gesehen, dass ich meine Gründe (zu hohe Anschlussgebühr, nur DSL-light in der neuen Wohnung) bereits zum Besten gegeben habe.

  2. Ich glaube, ein Problem dabei ist, dass die Telekom zu viele Abteilungen damit beschäftigt, die wiederum ihre eigenen Datenbanken unterhalten. Ich bezweifel, dass es wirklich ein zentrales CRM-System gibt, wo drin steht: Hat beim letzten Anruf gesagt, er ist für zwei Jahre bei xyz gebunden.

    Dann kommt noch hinzu, dass die Anrufer sich meist so aufführen, als würden sie pro abgeschlossenem Auftrag bezahlt. Schnell ins Gespräch, schnell abchecken, ob man potentieller Kunde ist (also ungebunden) und dann der plötzliche und hastige Gesprächsausstieg, wenn klar ist, dass man schon einen Vertrag bei der Konkurrenz hat. Wenn ich aber bloß sage: Ich habe kein Interesse, dann wird weiterdiskutiert.

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