Ist das schon Anti-Payback-Aktivismus?

Payback ist eigentlich keiner Erwähnung wert. Ich habe meine Karte zerschnitten, an dieser Stelle kurz darüber geschrieben, und damit wäre es auch gut gewesen. Ich bin kein Anti-Payback-Aktivist und der letzte, der auf Freunde und Bekannte mit erhobenem Finger einreden würde. Soll doch jeder machen, womit er glücklich wird.


Erkläre mal bitte jemand Payback die Aufmerksamkeitsökonomie

Aber dann wurde das so seltsam pro-payback kommentiert – unter anderem von der Pressesprecherin -, dass Payback mittlerweile ein Thema für mich ist. Dazu gehören auch die IP-Adressen und die Uhrzeiten derjenigen, die bei uns zum Thema Payback kommentieren. Ich würde da wohl – mittlerweile – gerne einen Zusammenhang erkennen.

Und wenn der geschätzte Kollege Kleinz schreibt: „Die Infrastruktur von Payback & Co könnte genutzt werden, um bei verdächtigen Einkäufen sofort Alarm zu schlagen. Will zum Beispiel jemand Nägel oder Schrauben kaufen, die in Splitterbomben platziert werden können werden seine Kundendanten sofort an das BKA übermittelt„, dann jubelt es in mir: Yeah, gute Pointe, weiter so.

Ohne die PR-Arbeit von Payback hätte ich diesen Netzausfall hier wohl nie geschrieben. Ins eigene Knie geschossen, liebe Payback-PR. Ein Klassiker.

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Keine Kommentare

  1. Liebe Frau Purtscher, als PR-Frau werden Sie doch wohl mehr Reaktionsweisen kennen, als nur für oder gegen Payback zu kommentieren. Haben Sie eigentlich gelesen, was ich geschrieben habe? Ohne Ihre Kommentare hätte ich wohl nicht mehr über Payback geschrieben. Und was machen Sie? Sie kommentieren wieder hier. Ich frage mich langsam, ob das einfach nur Naivität ist oder ob ein Zweck dahintersteht, der sich mir nicht erschließt. Zwei andere, sehr beliebte Reaktionsweisen von Pressesprechern sind übrigens totschweigen und anrufen. Aber Sie dürfen hier gerne weiterkommentieren. Dann schreibe ich auch gerne einen Netzausfall über mir bislang unbekannte PR-Methoden.

  2. Ich halte Firmen, Projekte oder wie immer man das auch nennen will wie Payback für totalen Schrott.
    Payback mach ich allerdings gar keine Vorwürfe. Ich denke die handeln sogar noch fair.

    Viel schlimmer sind die Leute, die Payback nutzen. Ich selbst hab mir auch so eine schwachsinns Karte aufschwatzen lassen und nen paar Tage später überlegt, welcher Teufel mich da geritten hat.
    Letztlich kann man mit den Daten alles sehen, wahrscheinlich mehr noch, als man sich vorstellen vermag. Man kann sehen wer wann wo irgendein Produkt kauft und sieht damit, wo ich mich wann und wie lange aufhalte.
    Und dann wäre da noch das was! Anhand von genauen Kaufintervallen von Produkten kann man Rückschlüsse ziehen wie oft ich aufs Klo gehe, wie oft ich mich Dusche, Zähne putze oder Haare wasche. Natürlich ist das alles uninteressant für Payback und vielleicht auch für deren Kunden – die Tatsache, dass das möglich wäre gibt mir allerdings schon zu Denken.

    Viel mehr Angst machen mir allerdings die, entschuldigung, dummen Leute, die das mitmachen. Sobald es irgendwo etwas umsonst gibt, knallen alle Sicherungen durch. Da kauft man sein Toilettenpapier lieber beim DM als beim Aldi – man kriegt ja Punkte. Toll, um einen Nussknacker zu bekommen muss ich für 1.500 EUR bei Amazon einkaufen – nen ziemlich teurer Nussknacker. Bei diesen fünffach-Punkte Aktionen rennen die Leute wie bekloppt in die Läden und kaufen buchstäblich die Regale leer – selber schon mitgemacht. Das man so ganze Wirtschaftszweige steuern könnte (bzw. das schon tut) ist doch wirklich wahnsinnig und die Leute freuen sich an 5 Punkten und lassen sich zu Marionetten machen.

    Ich kenne Leute, die ihre Post, die sie bekommen (Werbung!!), durch den Schredder jagen, weil da Name oder Adresse draufstehen. Die gleichen Leute rennen 5 Minuten später mit nem Nussknacker sponsored by Payback durch die Gegend.

    Das Payback mit meinem Kaufverhalten also meiner Leistung (gutes) Geld verdient, ist da nur der Tropfen auf den heißen Stein.

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