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Kommunikationsparadox

Gestern Post von meinem Strom- und Gasanbieter bekommen. Ich solle doch wechseln. „Bonn blüht auf!“ heißt es da und „Neue Energie. Neue Produkte. Neue Vorteile.“. Danke für die Erinnerung! Ich muss dringend meinen Anbieter wechseln. Zu einem, der grüner und günstiger ist als ihr Ex-Lokalmonopolisten.


Blühendes Unverständnis

Was stellen die sich eigentlich vor, wie so ein Schreiben wirkt? Wer wechselbereit ist, sucht sich eh einen besseren Anbieter. Und wer den guten, alten, teuren Atomstrom haben will oder sich keine Gedanken darüber macht wie Oma Erna, sollte man die tatsächlich auf einen Wechsel aufmerksam machen?

Das ist doch das Porto nicht wert.

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Achte drauf, daß du dir nen Anbieter mit Preisgarantie für ein Jahr suchst und der NICHT mit Monsterkonzernen wie eon, enbw, vattenfall und rwe verbandelt ist oder eine Tochtergesellschaft davon ist. Atomstrom muss echt nicht sein.

Nein, ich werde hier nicht anfangen, dir zu erzählen, wie schlecht Windkraftwerke sind, und dass du ausser bei Solarpaneelen (die in der Herstellung und Entsorgung ähnlich schlimm wie strahlende Stäbe sind) massiv in natürliche Kreisläufe eingreifst. Aber Atomstrom ist immer noch die beste Alternative – bis wir die Fusion bekommen. Werft die Öko-Subventionen den richtigen Forschern hin, und gut ist die Sache. Plong 😉

Die Kernfusion-Hirngespinste mancher Lobbyisten werden ja auch erst seit 25 Jahren von der EU mit Milliardenaufwand gefördert. Da kann man wirklich nicht erwarten, dass sie schon weiter gekommen sind!!

Im übrigen schätzt selbst der wissenschaftlich-technische EURATOM-Beirat, dass „Kernfusion eine Energie-Option ist, die das Potential hat, in einer Langzeit-Perspektive
(frühestens_50_Jahre) eine Schlüsselrolle zu spielen“.

Die gleiche Einschätzung gab das Gremium schon einmal – vor ziemlich genau 25 Jahren.

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