Pressestelle nach Diktat verreist

Es gibt Pressestellen, die machen es schwer, mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Ab und zu picke ich mir eine Pressemeldung aus der Pressebox. Die gibt es dort entweder bereits im Volltext, oder man sieht diesen Hinweis: „Pressemitteilung inaktiv. Leider hat die Pressestelle des Herausgebers dieses Firmen-Pressefach noch nicht für den uneingeschränkten Journalisten-Zugriff aktiviert.“

In der Regel reicht es dann, die Website des Unternehmens direkt aufzurufen. Dummerweise haben Pressestellen, die ihre Pressetexte auf vier Zeilen verstümmelt in die Pressebox einstellen, auch die Angewohnheit, die Pressemitteilung mit einigen Tagen Verzögerung auf ihrer Website online zu stellen. Also sucht man nach den Kontaktdaten.

Selbstverständlich haben paranoide Unternehmen auch Angst vor Spam. Deshalb schalten sie ein Kontaktformular. In dem werden dann viel zu viele Daten abgefragt. Klickt man auf „Absenden“, erhält man nur „The page cannot be found. The page you are looking for might have been removed, had its name changed, or is temporarily unavailable.“ Zumindest mir eben passiert.

In diesen Fall habe ich dann doch noch eine Telefonnummer gefunden. Innerhalb von vier Minuten hatte ich die Pressemeldung. Zur Not bietet Pressebox auch noch ein Kontaktformular, was letztens auch funktioniert hat. Oft breche aber an dieser Stelle ab und sage mir: Wer nicht mit mir reden will, über den will ich auch nicht schreiben.

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Keine Kommentare

  1. Pressebox holt sich unautorisiert die PMs von den Firmen. Da sie für solchen „Contentklau“ Ärger bekommen können – ist zwar prinzipiell im Interesse der Firmen, aber doppelter Content bei Google etc., Du weißt schon, werden aber die Inhalte erst frei gegeben, wenn die Firmen damit einverstanden sind, was sicher auch noch Geld kostet (wohl der zweite Grund für die „Nichtfreischaltung“).

    Manche Firmen wissen gar nichts von ihrem Glück und schalten daher auch „ihr“ Postfach nicht frei oder haben einfach keinen Bock, für eine C&P-Maschine zu löhnen. Mich fragte eine Firma ganz offen „Lesen Journalisten eigentlich diesen [zensiert]?“ und wenn Pressebox nicht in google so gut gelistet wäre, würde da auch keiner hinfinden.

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