Liveblogging mit Fahrplan

Ich habe mich nie fürs Liveblogging begeistern können. Weder sah ich einen Anlass, selbst über Stunden hinweg in nur einem Beitrag zu bloggen, noch hatte ich Lust, für Stunden vor dem Monitor zu sitzen und alle zwei Minuten auf die F5-Taste zu drücken. Das scheint sich heute zu ändern. Der Netzökonom der FAZ bloggt live von der Freenet-Hauptversammlung.

Holger Schmidt scheint sich an feste Zeit zu halten. Die einzelnen Texthappen stammen von 9.30 Uhr, 9.45 Uhr, 10.00 Uhr, 10.15 Uhr und 10.30 Uhr. 10.45 Uhr wurde gerade ausgelassen, aber das muss wohl so sein. Denn, wenn es spannend wird, gehören Ohr und Auge nach vorne gerichtet und nicht auf den Laptop.

Der Vorteil: Für Menschen mit ausgeprägtem Suchtverhalten wie mir entfällt der Drang, alle zwei Minuten die Seite neu zu laden. Wer schon einmal ein Fußballspiel am Kicker-Ticker verfolgt hat, weiß, was ich meine.

Und schon wurde die Regel durchbrochen: Der Zusatz mit der Kennzeichnung 10.45 Uhr erscheint bei mir erst nach 10.48 Uhr. Und ein zusätzlicher wurde um 10.50 Uhr eingeschoben. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Nichtsdestotrotz: Egal wie Holger Schmidt den Tag über weiterbloggt, ein Liveblogging mit festen Aktualisierungszeiten halte ich gar nicht für schlecht.

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