Google ist das McDonald’s des Internets, somehow

Eric Schmidt hat zum Abschluss der IFA eine Keynote gehalten. Um die Minute 25 herum, kam ein Produktmanager auf die Bühne, der ein rotes Poloshirt trug. Wenn man sich Hugo Barra anschaut, sein Alter, sein Haarschnitt, seine Körpersprache, würde ein fein geschnittener, italienischer Anzug viel besser zu ihm passen. Auch in den zahlreichen Produktvideos sieht man Poloshirts in allen Farben. Warum eigentlich?

Hugo Barra auf der IFA 2010Google-Manager Hugo Barra auf der IFA 2010

Das ist wohl der McDonald’s-Effekt. Schon vor Jahren habe ich die These gehört, dass McDonald’s gerne Studenten und Ausländer einstellt, damit man sich nicht beim Rumsauen mit Burger und Ketchup von jemandem beobachtet fühlt, der im Zweifelsfall besser weiß, wie man sich zu benehmen hat.

Man könnte das auch so ausdrücken: Die Esskultur in einem McDonald’s-Restaurant wird so niedrig angesetzt, dass möglichst viele Menschen diesen Standard erreichen.

Google-Dienste sind gut, keine Frage ? anders als Fast Food. Aber die Begeisterung der Masse ist sicherlich das gleiche Ziel. Auch Google lullt seine Kunden ein ? mit bunte T-Shirts und glücklichem Grinsen.

Ich bin nett und harmlos, lautet die Botschaft. Aber hinter verschlossenen Türen, glaube ich, ist Google ein ganz schön elitärer Verein. Deshalb machen die auch so gute Produkte. Um einen Burger zu braten, muss man allerdings kein Genie sein.

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4 Kommentare

  1. Was nicht heißt, dass es bei McD. gute Burger gibt. Um einen guten Burger herzustellen braucht es Erfahrung in der Produktion und Begeisterung für das fertige Produkt. Das glaube ich wird es bei Google schon geben.

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