Pressestellen und ihre RSS-Feeds

„Georg Pölzl wird Sprecher der Geschäftsführung von T-Mobile Deutschland.“

Diese Meldung habe ich eben im RSS-Reader gefunden ? neben einigen anderen von T-Mobile. Unter diesem Namen firmiert der Mobilfunker aber gar nicht mehr. Und der Pölzl ist auch schon längst weg. Diese Pressemitteilung stammt von Ende 2008. Offensichtlich wurde hier ein alter vertrockneter RSS-Feed reaktiviert und gleich mit ein paar alten Einträgen geflutet.

Das kann ja mal passieren. Dauerhaft aber ist das Problem, dass viele Pressestellen ihren RSS-Feed nicht kontrollieren. Es reicht doch, an einem Arbeitsplatz in der Pressestelle das E-Mail-Programm so einzustellen, dass auch der eigene Feed abgerufen wird. Man sieht, wie schnell der Feed ausgeliefert wird, klickt einmal drauf und sieht ob man Zeichensatzprobleme oder unlesbare Formate korrigieren muss.

Vor einigen Jahren habe ich versucht einige Presse-Abos von E-Mail auf RSS umzustellen. Anfang des Jahrzehnts nutzten einige Presseverteiler Mailinglist-Software, die die E-Mails in mehreren Blöcken hinausschickt. Wir erhielten diese damals oft mit Stunden Verspätung. Ein Onlinemedium tut sich schwer damit.

Dass sich jede Redaktion eine Pressemitteilung per RSS-Feed gleichzeitig ziehen kann, ist bloß ein Vorteil. Man gibt auch nicht seinen Zugang zum Redaktionssystem preis. Mit anderen Worten: Die PR-Agentur setzt einen nicht ohne Nachfrage auf einen anderen Verteiler. Der andere Spam bleibt auch außen vor.

Das bringt aber alles nichts, wenn die Pressestellen ihre RSS-Feeds nicht bedienen.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.