Weniger GEZ-Gebühren für Weniggucker!

Samstagmorgen ist der Morgen nach dem Freitagabend, dem Abend, an dem im Dritten Talkshows laufen. Am Samstagmorgen schaue ich ab und zu beim NDR nach, ob es am Abend vorher interessante Gäste gab. Empfehlenswert gestern: Psychiater Dr. Manfred Lütz bei 3nach9.

Ich habe keinen Fernseher, zahle also bloß die kleine GEZ-Gebühr. Radio höre ich gar nicht. Ich halte das für ungerecht. Mein Geld kommt in einen Topf, aus dem ARD und ZDF Nachrichten zwar mit weniger Boulevard, aber nach Dienstplan machen, und Florian Silbereisen bezahlen.

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Es gibt im ZDF aber auch das nachtstudio und das Philosophische Quartett. Das sind Sendungen, die Geld kosten, weil sie vorbereitet werden müssen. Das muss bezahlt werden.

Schon mehrmals habe ich hier gefordert, dass sich der Staat von den riesigen Sendern trennen und auf kleine Projekte wie Arte, Phoenix, Deutschlandfunk und thematische Websites zu Shoah, Magersucht und Depression beschränken soll, um dann die GEZ-Gebühren massiv zu senken oder abzuschaffen.

Das wird leider nicht so schnell passieren. Stattdessen will die Gebühreneinzugszentrale mehr Personal einstellen, wenn das Gebühreneinziehen leichter wird, weil die Gebühren eine Pauschale sind.

Fairer wäre es, wenn wir Weniggucker auch weniger bezahlen müssten. Warum kann ich nicht für fünf Euro im Monat das Recht erwerben, fünf Stunden öffentlich-rechtliches Fernsehen im Internet zu schauen ? wohlgemerkt: ohne zusätzlich eine GEZ-Gebühr zahlen zu müssen? Für die volle Gebühr von 17,98 Euro gäbe es dann eine Flatrate.

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5 Kommentare

  1. Wäre ja schon toll wenn man einfach bestimmen könnte welchen Sendungen oder Projekten das Geld das man bezahlt zugute kommen soll.

  2. Das wäre noch mal ein anderer Ansatz ? wie Flattr ihn verfolgt. Das Problem dabei ist, dass gute Nachrichten- und Kulturformate nicht viel bekommen würden und öffentlich-rechtliches Fernsehen auch einen Auftrag hat ? unabhängig von den Einschaltquoten.

  3. Am besten die GEZ-Gebühr und die ganze Behörde abschaffen und eine Mediensteuer einführen, die dann automatisch vom Gehalt abgezogen wird und die von Studenten, Harz IV und anderen schlecht gestellten nicht bezahlt werden muss. Einfach und gerecht.

    Und wenn jetzt jemand kommt und sagt, dass sei nicht gerecht, der hat das Steuersystem nicht verstanden. Ich bezahle auch für Raucher, die eine Krebstheraphie machen, obwohl ich kein Raucher bin. Ich bezahle auch Straßenbau und Instandsetzung, obwohl ich kein Auto habe… und obwohl ich für Sportgroßveranstaltungen nichts übrig habe, werden auch meine Steuergelder dafür verwendet.

  4. Das Problem ist meiner Meinung nach nicht, wie die Kosten gerecht auf die Nutzer umgelegt werden, sondern dass zu hohe Kosten entstehen ? für Gottschalk und Marienhof, die meiner Meinung nach nicht ins öffentlich-rechtliche Fernsehen gehören.

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