Die E-Mail-Adresse zum anderen Anbieter mitnehmen

Mit jedem Mail-Programm gelingt dies, aber nicht mit der Weboberfläche jedes Freemailers.

Fast jeder Mobilfunk-Discounter zahlt eine Prämie, wenn man seine alte Handynummer mitbringt. Für die Briefpost gibt es einen Nachsendeauftrag, um zumindest zeitweise die alte und die neue Adresse zu verknüpfen. Auch wenn sich unter der Motorhaube etwas geändert hat, nach außen sieht es immer noch gleich aus. Man bleibt erreichbar.

Wie sieht das aber bei einer lebenslangen E-Mail-Adresse aus? Vor zehn Jahren hat man sich eine solche Adresse bei einem Freemailer geholt, um von dem Anbieter unabhängig zu sein, über den man ins Internet geht. Doch über die Jahre sind diese E-Mail-Konten technisch beschnitten und mit Werbung überladen worden. Kann man den Anbieter wechseln und seine E-Mail-Adresse mitnehmen? Einigen scheint die Antwort darauf trivial, aber immer wieder habe ich Freunden erklärt, wie genau das geht.

Die E-Mail-Adresse kann man selbstverständlich nicht mitnehmen. Wer Kunde bei einem Freemailer ist, bleibt dies auch. Es lassen sich aber alle E-Mails so weiterleiten, dass man die bessere Technik bei einem anderen Anbieter nutzt, von außen gesehen sich aber nichts ändert. Dafür werden die E-Mails alle sofort und automatisch an die E-Mail-Adresse des neuen Anbieters weitergeleitet. Ich bin nicht mit allen Freemailern vertraut, sie sollten aber alle entsprechende Filter oder Weiterleitungsregeln haben.

Jedes E-Mail-Programm, aber nicht jeder Webmailer

Das sollte dann so aussehen, dass unter name@alter-mailer.de keine E-Mails mehr im Postfach liegen. Wenn also keine echte Weiterleitung möglich ist, sondern nur ein Kopie an name@neuer-mailer.de geschickt wird, muss man das Original noch unter name@alter-mailer.de löschen. Ansonsten könnte es sein, dass das Postfach verstopft.

Da die E-Mails nun im Postfach unter neuer-mailer.de liegen, muss man diese auch dort abrufen. Die interessante Frage ist aber, wie man seine E-Mails unter der alten Adresse verschickt, dabei aber nicht die Weboberfläche des alten Anbieters nutzt. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten.

1. Wer ein E-Mail-Programm nutzt, kann als SMTP-Server einfach seinen alten Anbieter eintragen. Die verschickte E-Mail erscheint dann wie gewohnt im Gesendet-Ordner.

2. Wer bei seinem neuen Anbieter die Weboberfläche nutzt, sollte darauf achten, dass dieser E-Mails mit externen E-Mail-Adressen als Absender verschicken kann. Das sind nicht viele. Google Mail kann das sowie das zu Opera gehörende fastmail.fm.

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