Oder doch einen Blackberry?

Ich bin selbst überrascht, dass für mich auf einmal ein Blackberry infrage kommt. Der Blackberry Q10 hat mich beeindruckt, die ersten Handson-Videos sind mittlerweile online. Das Format hat mir allerdings schon immer gefallen: eine vollständige QWERTZ-Tastatur unter einem etwas kleineren, dafür aber hoch auflösenden Bildschirm. Ich habe selbst lange den Palm Treo 650 und das Nokia E61i genutzt.



Ein Blackberry war für mich damals keine Alternative, denn ich mag es nicht, wenn die Daten zwangsweise über einen Server geführt werden. Fällt dieser aus, ist das Gerät bloß noch ein un-smartes Telefon. Der Blackberry Q10 soll sich aber auch ohne die Blackberry-Infrastruktur nutzen lassen. Browser und E-Mails haben dann eine direkte Verbindung zum Internet.

Es gibt noch einen dritten Punkt: der Browser. Der Ärger ist groß, wenn es hier hakt – wenn die Seiten viel zu lange laden, jedesmal, oder auch gar nicht. In der Vorführung läuft es immer flüssig, aber später in der eigenen Hand, nun ja. Dies deckt übrigens auch die Frage nach den Apps ab. Egal ob Blackberry, Tizen, Sailfish, Ubuntu oder Firefox, sie alle müssen zu Beginn auf Webapps setzen, die im HTML5-Browser laufen. Die Macher dahinter sollten sich nicht darauf konzentrieren, den eigenen App-Store zu füllen, sondern den Browser schnell und fehlertolerant zu halten.

Zurück zum Q10: Die Tastatur soll ausgesprochen gut sein. Bei meinen stets unterzuckerten Fingern ziehe ich immer physische Tasten einem bloßen Aufleuchten oder Vibrieren auf dem Touchscreen vor. Beim Smartphone geht die Eingabe einfach nicht ohne Blickkontakt, aber dieser enorme Geschwindigkeitsverlust im Vergleich mit dem Laptop ist für mich doch ziemlich frustrierend. Per Tastatur geht es einigermaßen, ich sollte mich auch mal mit Swype beschäftigen.

Überrascht war ich ebenso vom Format des Displays: 720 x 720 Bildpunkte, das erinnert doch stark an den Palm Treo mit 360 x 360 Punkten. Damals lag das Gerät so auf den Fingerspitzen, dass es nicht kippte, wenn man mit den Daumen auf das untere Drittel hämmerte, also einiges vom Schwerpunkt entfernt. Beim Blackberry Q10 wird man oft zwischen Daumen und Zeigefinger wechseln, mal unten drücken, mal oben über den Touchscreen streichen. Wenn man Pech hat, muss man ständig umgreifen, damit es nicht aus der Hand fällt.

Beteilige dich an der Unterhaltung

1 Kommentar

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.