Monitor kaputt. Ersatz muss her

Mein Monitor hat den Geist aufgegeben, genau genommen war es wohl bloß ein Problem mit der Hintergrundbeleuchtung. Seit Jahren schon dauerte es immer ein wenig, bis die volle Helligkeit erreicht war. Einmal am Tag ein bis zwei Minuten zu warten, ist kein Problem, kurz vor Lebensende dauerte es dann jedoch acht Stunden! Nun muss Ersatz her. Nacken und Rücken vermelden bereits, dass sie den Kopf wieder den ganzen Tag in unnatürlicher Stellung halten müssen.

Beim Computerkauf kann man auf vieles verzichten (hoher Prozessortakt, Festplattenplatz), die Güte der Ein- und Ausgabegeräte ist aber immens wichtig. Als ich vor Jahren eine Redaktion aufgebaut habe, bat ich die Chefetage um einen größeren Monitor für mich. Ihr schien der Wunsch unangemessen, sie stellte mir zwar einen hin, der ein paar Zoll mehr hatte, es war aber wohl der billigste, den sie bekommen konnte. Bereits am Nachmittag wurden mir die Augen müde, ich verließ das Büro dadurch an vielen Tagen früher, als ich es sonst getan hätte. Letztlich haben die Jungs sich damit ins eigene Fleisch geschnitten.

Was sind nun die Anforderungen an einen Monitor, um mir meine Arbeit heutzutage zu erleichtern?

1. Flexible Höhe

Meine bisherigen Flachbildschirme waren alle höhenverstellbar. Immer nur ein paar Zentimeter, aber immerhin. Umso mehr war ich erstaunt, als ich meinem Vater letztens einen Monitor besorgt hatte, dass es dieser nicht war. Ich dachte, alle wären das.

Aber reichen mir ein paar Zentimeter? Die meisten Hersteller machen Werbung mit der Möglichkeit zur VESA-Wandmontage, aber ich kenne niemanden, der tatsächlich den Standfuß abgenommen und den Bildschirm entweder mit einer festen Konstruktion an der Wand befestigt oder auf einen schwenkbaren Arm gesetzt hat. Beim HD-Fernseher ist das gang und gäbe, aber wenn jemand mit seinem Schreibtisch direkt vor der Wand sitzt, ich habe es jedenfalls noch nicht gesehen.

In meinem Fall wäre es dann der Schwenkarm. Den gibt es zum Anklemmen an die Tischplatte oder mit einem eigenen Fuß. Beides hat Vor- und Nachteile. Ich frage mich allerdings, wie sehr die Reichweite dadurch tatsächlich erhöht wird. Kann ich dann auch aus meinem Sitz- einen Steharbeitsplatz machen? Reicht es, den Monitor so zu drehen, dass ich vom Sessel aus bequem Filme anschauen kann? Mit mehreren Personen gar?

So einen Schwenkarm gibt es bei Cyberport zwischen 75 und 130 Euro. Dort schaue ich meist, um einen Überblick zu erhalten. Die sind günstig und haben passende Filter, um die Suche einzugrenzen.

2. Auflösung, Kontrast und Helligkeit

Wer lässt sich nicht von schierer Größe beeindrucken? Aber will ich wirklich, dass die Bilder von Laptop und externem Monitor so weit abweichen? Ich lese immer wieder, dass viele ein 11-Zoll-Macbook mit einem 28-Zoll-Monitor kombinieren. Letztlich wären das zwei komplett unterschiedliche Arbeitsumgebungen, ich mag diese Umstellerei nicht. Zwischenzeitlich hatte ich daher überlegt, auf beiden Bildschirmen die gleiche Auflösung zu nutzen, auf dem externen jedoch mit mehr Zoll beziehungsweise mit einer geringeren Punktdichte, da er weiter weg steht. Aber was ist, wenn ich er dann doch am Schwenkarm hängt und zum Sofa hin gedreht wird? Ist das Bild dann nicht wieder zu klein?

Kaum eine Rolle spielt, worauf ich vor ein paar Jahren noch geachtet habe. Ich gehe einfach davon aus, dass Kontrast, Helligkeit und Reaktionszeiten gut sind, wenn ich auf das eine oder andere Extra wert lege und dadurch gleich in eine höhere Preisklasse komme. Selbstverständlich schaue ich noch einmal auf diese Werte, wenn ich mir ein Gerät ausgesucht habe. Bei der Suche selbst lasse ich sie jedoch aus dem Blick..

3. Webcam

Das wäre so ein Extra. Zwei Freunde wollten letztens mit mir skypen. Warum nicht? Sie meinten dann aber den Videochat. Wer mich kennt, weiß, dass das nichts für mich ist. Außerdem habe ich keine Kamera. Mein Laptop ist eine Generation zu alt, das kleine Kugelding habe ich mal meinem Neffen vermacht. Warum also nicht einen Monitor mit Webcam? Überraschung: Nur sieben von 426 Monitoren bei Cyberport sind damit ausgestattet.

Da wäre auch durchaus einer für mich dabei, aber erstens mag ich nicht wirklich ständig im Bild sein. Bei privaten Gesprächen finde ich es besser, wenn man kurz, aber konzentriert telefoniert. Dienstlich ist das, glaube ich, nicht notwendig (obwohl es viele gerade dort nutzen). Zweitens sollte die Webcam am Laptop sein, um sie auch unterwegs nutzen zu können.

4. Anschlüsse

Welche Anschlüsse muss ein Monitor heute haben, wenn er noch an einen Laptop passen soll, den ich mir vielleicht in ein paar Jahren kaufe? Nach VGA kam DVI dann HDMI. Jetzt gibt es noch den Displayport, der auch außerhalb der Applewelt Verwendung findet und immer mehr neue HD-Standards werden über bestehende Anschlüsse geleitet. Ich habe da keinen Überblick. Dass da jeder sein eigenes Süppchen kocht und die Zyklen immer kürzer werden, geht mir so langsam auf den Sack. HDMI sollte der neue Monitor haben, eventuell auch einen Displayport.

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